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Kampfsport mit Hörgeräten möglich?

Ist mit Hörgeräten die Ausübung von Kampfsportarten wie beispielsweise Boxen möglich? Diese Frage beschäftigt uns heute und wir geben gerne die entsprechenden Antworten darauf.

LESERZUSCHRIFT:

Hallo, liebe Hörspezialisten,

seit meiner Kindheit muss ich Hörgeräte tragen. Ich bin beidseitig leicht schwerhörig. Nun bin ich 17 und möchte Kampfsport machen. Ich will jetzt Boxen lernen. Nun frage ich mich, ob das wegen der Hörgeräte überhaupt geht. Notfalls kann ich die Hörgeräte ja rausnehmen, aber dann kann ich leider nicht mehr so gut hören.

Vielen Dank!

Nach Paragraph 19 Absatz 4 der Wettkampfbedingungen des Deutschen Boxsport-Verbandes dürfen Boxer nichts tragen, was Verletzungen verursachen könnte. Ringe, Halsketten, Ohrenstecker und ähnliche Gegenstände sowie Piercings jeglicher Art sind zu entfernen und dürfen nicht überklebt werden.

Die entsprechende Bestimmung kann hier nachgelesen werden:

Wettkampfbedingungen Boxen

Der Boxsport ist ein harter Sport, der Körperkontakt nicht nur in Kauf nimmt, wie beispielsweise beim Football, sondern bei dem es auf diesen Körperkontakt besonders ankommt. Hierbei sind absichtliche und versehentliche Schläge gegen den Kopf Mittel zum Zweck, um einen Kampf zu gewinnen.

Das Tragen von Schmuck und ähnlichen Gegenständen am Kopf ist daher aus gutem Grund verboten. Dazu gehören auch Hörgeräte. Das gilt im Übrigen auch für Hörgeräte die ganz oder weitestgehend im Gehörgang getragen werden. Es ist nämlich nicht absehbar, was mit diesem Geräten bei einem Kopftreffer passiert und welche inneren Verletzungen von ihnen ausgehen können.

Da die von Dir geschilderte Schwerhörigkeit nur leicht sein soll, meinen wir, dass die Teilnahme am Training und an Wettkämpfen auch ohne angelegte Hörgeräte möglich sein sollte. Für gewöhnlich werden die Kommandos und Rundenanweisungen recht laut gegeben, sodaß sie auch bei einer leichten Schwerhörigkeit noch wahrgenommen werden. Eine großartige Kommunikation, bei der es auf das Verstehen besonders ankommt, findet ja während der Kämpfe ohnehin nicht statt.

Während des Trainings kann man abwiegen, ob ein Hörgerät getragen wird oder nicht. Bei theoretischen Lehrstunden kann es getragen werden, sobald aber der Ring betreten wird, gehören die Hörgeräte raus.

Das oben Gesagte gilt aus unserer Sicht auch bei vielen anderen Sportarten. Es ist jeweils ein Blick in die Wettkampfbestimmungen und Trainingsanweisungen zu werfen.

Bild von Khusen Rustamov auf Pixabay



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Lesezeit ca.: 3 Minuten

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  1. Hella Burgenland

    Vielen Dank für die Info. Kam gerade wie gerufen, da sich unser Sohn(16) auch für das Boxen interessiert. Die Hörgeräte kann er ja nun ablegen, soweit klar.

    Aber für 2020 ist eine CI-OP angesagt. Wie sieht es denn mit einem Cochlea-Implantat aus?

  2. Peter Wilhelm

    Herzlichen Dank für Ihre Anschlussfrage.
    Die Uni-Klinik Heidelberg rät von der Teilnahme an Kampfsportarten mit einem Cochlea-Implantat ab. Die Folgen eines Schlages auf den Kopf sind unabsehbar und können große Schäden hervorrufen.

    „Auch während der Ausübung mancher Sportarten (z.B. Schwimmen) muss auf Mikrofon und Sprachprozessor verzichtet werden, sportliche Betätigung ist aber sonst
    in fast jeder Hinsicht möglich. Eine Ausnahme stellen einige
    Kampfsportarten dar, da die implantierten Teile und auch der CITräger durch Stürze und Schläge auf den Kopf beschädigt werden
    können. Die an unserer Klinik versorgten CI-Träger haben sich problemlos damit arrangiert, auf die aktive Mitwirkung bei Boxwettkämpfen zu verzichten.“

    Quelle: Universitäts-HNO-Klinik Heidelberg I Ärztlicher Direktor: Prof. Dr. med. Dr. h.c. P.K. Plinkert

    https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/fileadmin/Patienten_Info/Patienenbroschueren/HNO/120126HNO_BR_SF_CochlearImplantat_ID19549_web.pdf



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