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Oldenburger Satztest

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Der Oldenburger Satztest (OLSA) ist eine audiometrische Methode, mit der die Verständlichkeit von Sätzen im Störgeräusch untersucht wird.



Der Oldenburger Satztest (kurz „OLSA“) ist eine audiometrische Methode, mit der die Verständlichkeit von Sätzen im Störgeräusch untersucht wird.

Schwerhörige haben in lärmiger Umgebung beim Sprachverständnis im Vergleich zu Normalhörenden meist unverhältnismäßig größere Probleme. Um diese Situation realistisch zu erfassen, wird mit dem Oldenburger Satztest die Sprachverständlichkeit im Störgeräusch geprüft, wobei nicht wie beim Freiburger Wörtertest einzelne Wörter, sondern ganze Sätze als Nutzsignal dargeboten werden. Als Störschall wird ein sprachsimulierendes Rauschen verwendet. Nutzschall und Störschall werden über getrennte Lautsprecher angeboten. Der Test kann in der Hördiagnostik und bei der Hörgeräteanpassung verwendet werden.

Das Sprachmaterial des Oldenburger Satztests setzt sich aus 40 Testlisten von je 30 Sätzen zusammen. Die Sätze haben jeweils die Form: Name Verb Zahlwort Adjektiv Objekt mit zufälliger Kombination aus einem Inventar von insgesamt 50 Wörtern. Die Sätze sind nicht unbedingt sinnvoll, sie sind daher nicht leicht zu merken, weshalb mit ihnen wiederholt gemessen werden kann. Mit dem Test wird die SprachVerständlichkeitsSchwelle im Störgeräusch (SVS, entspricht 50 % Sprachverständlichkeit) mittels einer adaptiven Steuerung ermittelt, d. h. der Pegel der Sprache wird entsprechend der Antwort der Testperson verändert. Das Störgeräusch wird mit einem festen Pegel (von meist 65 dB) dargeboten.

Als Ergebnis des Testes wird die Sprachverständlichkeitsschwelle (SVS) im Störgeräusch in dB S/N (Signal-Rausch-Abstand, der zur 50%igen Verständlichkeit führt) angegeben.

Durch unterschiedliche Positionierung der Lautsprecher kann der Nutzen quantifiziert werden, den die Testperson aus der räumlichen Auflösung von Sprache und Störgeräusch durch das binaurale Hören ziehen kann. Dazu wird der Unterschied der Sprachverständlichkeitsschwelle zwischen Darbietung der Sprache von vorne und des Störgeräusch von der Seite und der Sprachverständlichkeitsschwelle, wenn Sprache und Störgeräusch von vorne dargeboten werden, festgestellt.

Der Vorteil einer beidohrigen Hörgeräteversorgung gegenüber einer monauralen Versorgung kann ähnlich wie beim Döring-Test verdeutlicht werden, wenn bei der Messung an Stelle der unterschiedlichen Lautsprecherpositionen jeweils ein oder zwei Hörgeräte verwendet werden.

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(si)







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Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte