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Gebrauchte Hörgeräte sind nichts mehr wert

gebrauchte Hörgeräte verkaufen

Hörgeräte können sehr viel Geld kosten. Alle sechs Jahre haben Schwerhörige Anspruch auf neue Hörgeräte. Da liegt der Gedanke nahe, die ehemals teuren alten Hörgeräte noch zu verkaufen. Sie funktionieren ja noch gut. Von diesem Gedanken geleitet, bieten dann Besitzer oder Erben von gebrauchten Hörgeräten diese im Internet oder in Kleinanzeigen zum Kauf an.

Doch ist der Kauf gebrauchter Hörgeräte in den seltensten Fällen sinnvoll. Die ehemals gezahlten Preise sind auf gar keinen Fall mehr erzielbar. Der Wert alter Hörgeräte, und seien sie auch nur ein paar Monate alt, kann höchstens mit 150 Euro, eher aber mit 50,- Euro angesetzt werden, und das gilt auch nur, wenn sie neueren Baujahres sind.

Allenfalls ganz aktuelle Hörgeräte könnten noch einen Abnehmer finden. Für alle anderen gelten die nachfolgend genannten Einschränkungen.

Deshalb sind gebrauchte Hörgeräte nichts mehr wert

  1. Die verbaute Technik und die Software sind veraltet und können auch nicht auf den neuesten Stand gebracht werden.
  2. Eventuell eingebaute Akkus sind schon „schlapp“ und halten die Ladung nicht mehr zuverlässig und lange genug.
  3. Bewegliche Teile, wie Batteriefächer, Tasten und Stellräder sind bereits abgenutzt.
  4. Membranen und Filter im Inneren der Geräte sind nach Jahren brüchig oder korrodiert.
  5. Kondensfeuchtigkeit hat den Hörgeräten über die Jahre zugesetzt und im Inneren beschädigt.
  6. Ohrenschmalz wurde nicht immer entfernt und hat Teile des Hörgeräts unbrauchbar gemacht.
  7. Nach über 30.000 Betriebsstunden im durchschnittlichen Hörgeräte-Leben sind die Geräte abgenutzt.
  8. Es handelt sich vielleicht um Spezialgeräte (Power-, maßgeformte Im-Ohr-Geräte etc.) die nicht für andere nutzbar sind.
  9. Mit so alten Hörgeräten kennen sich manche Hörakustiker nicht mehr aus.
  10. Es stehen keine Programmierkabel oder Computeranbindungen für eine zeitgemäße Einstellung zur Verfügung.
  11. Die Hörgeräte sind auf eine bestimmte Person fix eingestellt und können nur durch einen Hörakustiker für eine andere Person neu aufbereitet werden.
  12. Eng am Körper getragene medizinische Geräte sind hygienisch bedenkliche Artikel und müssen aufwendig gereinigt und desinfiziert werden.
  13. Die Garantie und Gewährleistung für die Hörgeräte ist längst abgelaufen, eventuelle Reparaturen müssen selbst bezahlt werden.
  14. Beim Hersteller sind ab einem gewissen Alter keine Ersatzteile für ältere Hörsysteme mehr verfügbar.
  15. Die Geräte sind groß und klobig und finden heute keine Akzeptanz mehr.
  16. Otoplastiken und Schläuche sind gegen maßgefertigte Neuteile auszutauschen, das wird oft teurer als der bezuschusste Neukauf von Hörgeräten.
  17. Die Geräte entsprechen nicht den modernen Vorstellungen der Hörgeräteträger (Größe, App-Steuerung, Streaming usw.).
  18. Die Hörgeräte unterliegen keiner kostenlosen Service- und Wartungspauschale mehr und Reparaturen wie Wartung müssen selbst bezahlt werden.
  19. Selbst anfangs gut funktionierende Gebrauchtgeräte können schon nach ganz kurzer Zeit endgültig kaputtgehen.
  20. Es ist oft schwer, einen Hörakustiker zu finden, der nicht bei ihm gekaufte Gebrauchtgeräte wartet und einstellt.
  21. Alte Geräte bieten nicht den Funktions- und Leistungsumfang aktueller Geräte (Kanäle, Programme).
  22. Neue Hörgeräte werden von der Krankenkasse finanziert, das ist oft günstiger, als der Kauf gebrauchter Geräte in unbekanntem Zustand.
  23. Das Medizinproduktegesetz sieht den Verkauf gebrauchter Hörgeräte durch Hörakustiker nicht vor.
  24. Auf vielen Handelsplattformen im Internet ist der Verkauf gebrauchter Hörgeräte untersagt.
  25. Beim Kauf ist man auf Versprechungen des Verkäufers angewiesen (so gut wie nie benutzt usw.) Das kann alles gelogen sein.

Gebrauchte Hörgeräte für humanitäre Zwecke

Anders sieht die Sache aus, wenn nicht mehr benötigte Hörgeräte für Menschen in Krisengebieten oder armen Regionen gesucht werden. Hier gilt einfach: Selbst das schlechteste Altgerät ist besser als gar keins. Auch wir sammeln Hörgeräte für Krisenregionen. Diese Hörgeräte werden gereinigt, desinfiziert und auf einwandfreie Funktion geprüft. Eventuelle Schäden werden behoben. So können die Hörgeräte einem Bedürftigen oft noch ein paar Jahre lang beste Dienste leisten.

Wir bekommen viele Zusendungen von nicht mehr genutzten Hörgeräten, denen auch Trauerkarten oder ähnliches beigefügt sind. Hierfür bedanken wir uns ganz herzlich.

Bildquellen

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(si)





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Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
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