Brummton im Ohr macht Betroffene verrückt – Brummen

Es beginnt urplötzlich und wird dennoch oft gar nicht sofort bemerkt: Ein Brummen im Ohr. Dieses Brummen tritt bei zahlreichen Menschen auf einmal auf, und die Betroffenen glauben meist zunächst, dass irgendwo ein Fahrzeugmotor läuft oder ein Generator.
Erst spät abends oder im Bett, wenn eigentlich keine Maschinen mehr laufen sollten, wird ihnen bewußt, dass nur sie allein dieses Brummen vernehmen.

Auf einmal ist das Brummen da

Es ist ein 50 Hz Brummton, manchmal auch ein 100 Hz-Ton, der dem Netzbrummen elektrischer Geräte ganz ähnlich ist.
Es gibt im übrigen ein weltweit beobachtetes Phänomen, dass vor allem Personen über 50 in Massen einen solchen Brummton wahrnehmen. Eine solche Stelle gibt es in Leinfelden-Echterdingen. Schon seit Jahren wird dort gerätselt, was dazu führt, dass der eine Mensch vor allem nachts den tieffrequenten Brummton hört, und sein Nachbar wiederum nicht.

Was genau für diese Brummphänomene an bestimmten Orten verantwortlich ist, die von mehreren Personen unabhängig voneinander wahrgenommen werden, kann derzeit noch nicht abschließend gesagt werden. Vermutungen gibt es viele, die absolute Lösung aber noch nicht.

Wir sprechen hier aber heute von einem Ohrgeräusch, das eben an ein Netzbrummen erinnert und nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist. Die Betroffenen nehmen dieses Brummen immer dann wahr, wenn keine anderen Schallinformationen an ihr Ohr dringen.
Sobald sie Sprache, Musik oder andere Geräusche hören, verstummt das Brummen in ihrem Kopf.

Die Betroffenen haben oft eine lange Odyssee von einem Arzt zum anderen hinter sich. Doch meistens wird nur auf einen stressbedingten Tinnitus getippt. Allerdings schlagen die bei Tinnitus geeigneten Therapien bei dieser Form des Ohrgeräuschs oft gar nicht an.

Wir hören hier in der Redaktion von hoergeraete-info.net beinahe jede Woche Berichte von Betroffenen.
Daraus haben wir einmal vier Lösungsansätze zusammengestellt, die bei vielen der Brumm-Patienten deutliche Wirkung gezeigt haben.

Brummton überspielen
Wer diesen Brummton hört und gleichzeitig Hörgeräteträger ist, kann seinen Akustiker bitten, ein Tinnitus-Programm im Hörgerät zu aktivieren.
Das Hörgerät spielt dann leise, beruhigende Töne oder ein Rauschen ab, das den Brummton überlagert bzw. „verscheucht“.
Wenn das Hörgerät diese Technik nicht unterstützt, oder wenn Sie kein Hörgerät haben, kann Ihnen der nachfolgend verlinke Artikel weiterhelfen.
In ihm erfahren Sie, wie Sie Relax-Melodien über das Handy (und Ohrhörer) abspielen können: ZEN-MUSIK Entspannung für die Ohren

Stress abbauen und Ruhe gönnen
Für viele Betroffene ist es ein Rat, den sie kaum noch hören können. Aber es ist dennoch eine sehr empfehlenswerte Methode, Entspannung vor allem in freier Natur zu suchen. Genießen Sie bei geschlossenen Augen die Naturgeräusche und versuchen Sie sich auf andere Geräuschquellen zu konzentrieren. Das hat vielen geholfen, den Brummton zuerst für kurze Zeit und später dann auf Dauer loszuwerden.

elektronische Geräte weg vom Bett
Etliche Betroffene berichten, dass der Brummton schlagartig verstummte, als sie konsequent alle elektronischen Geräte aus dem Schlafzimmer verbannten. Wecken lassen kann man sich auch von einem Handaufzugswecker oder einem Batteriewecker.
Besonders im Verdacht, Brummgeräusche im Kopf mancher Personen zu erzeugen, stehen Handys, Ladegeräte und Smartwatches.
Gönnen Sie sich eine elektronikfreie Oase im Schlafzimmer.

Umgang mit Chemikalien meiden
Ein Patient berichtete uns, dass in seinem Fall eine neurotoxische Reaktion auf Phenoxyethanol die Ursache war. Phenoxyethanol ist ein Konservierungs-, Desinfektions- und Lösungsmittel.
Die Chemikalie wird bei Hautkontakt leicht und nahezu vollständig über die Haut aufgenommen. So gelangt sie in den Blutkreislauf. Phenoxyethanol steht im Verdacht das zentrale Nervensystem zu schädigen.
Je nach Höhe der Dosis können die Folgen Schwindel, Benommenheit, Kopfschmerzen, Kopfdruck und Übelkeit sein.
Nachdem der Betroffene peinlich genau darauf geachtet hat, Produkte mit diesem Inhaltsstoff zu meiden, ist bei ihm nach wenigen Wochen eine Besserung eingetreten.
Leider ist Phenoxyethanol ist fast anzutreffen und nicht immer muss es auf der Liste der Inhaltsstoffe deklariert werden.
Probieren Sie aus, folgende Produkte auszutauschen oder wegzulassen: Flüssigseifen, Waschlotionen, Shampoos, Bodylotions, Sonnenmilch, Hautcremes, Deodorants, Makeupentferner, Haargel, Haarwasser, Parfums, Rasierwasser.
Verwenden Sie möglichst bio-natürliche Produkte.
Auch in medizinischen Produkten (Wunddesinfektionsmitteln oder Salben) ist Phenoxyethanol enthalten. Und natürlich in zahlreichen haushaltsüblichen Produkten:
Wasch-, Putz-, Reinigungs-, Lösemittel, Klebstoffen, Lacken, Kühl- und Schmierstoffen und Raumdüfte.
Neue Textilien sind oft mit der Chemikalie vorbehandelt, um Schimmel- oder Schädlingsbefall zu verhüten. Umso wichtiger ist es, dass neue Textilien vor dem ersten Tragen gewaschen werden.

Massagen, Physiotherapie und Gymnastik
Ein pensionierter Landesbeamte litt mehr als zwei Jahre lang unter den lästigen Brummgeräuschen. Bei ihm wusste eine Physiotherapeutin den Weg zur „Heilung“.
Diese stellte die These auf, das Brummgeräusch komme vom Trapezmuskel. Der ist am Schulterblatt und der Wirbelsäule aufgehängt.
Der untere Aufhängungspunkt liegt in etwa auf Höhe des unteren Endes des Schulterblattes und an der Halswirbelsäule.
Aufgrund einer schlechten Körperhaltung, mangelnder Bewegung und eine Unter- oder Fehlbelastung dieses Muskels kann dieser sich verkrampfen und in ein monotones Zittern verfallen.
Dieses Zittern selbst ist nicht spürbar, äußerte sich aber bei diesem Beamten in einem permanenten Ohrenbrummen.
Ihm halfen Physiotherapie, Massagen und Gymnastik. Seit er regelmäßig ein morgendliches leichtes Gymnastikprogramm absolviert, sind die Brummgeräusche wie weggeblasen.

hörgeräte erfahrung

Hinweis:

Dieser Text dient journalistischer Information und gibt nur persönliche Meinung und Erfahrungen wieder. Vor Entscheidungen in Rechts-, Steuer- und Medizinfragen bitte immer eine Fachperson fragen. Fragen Sie immer einen Arzt, Apotheker, Anwalt oder Steuerberater. Das ist günstiger als Sie denken. Verlassen Sie sich nie auf Wissen, das Sie sich nur im Internet zusammengefischt haben!

Bild: Pixabay



Anzeige






Das könnte Sie auch interessieren: (si)



Bekannte Hörgeräte-Hersteller:
Marken/Logos sind durch die Markeninhaber geschützt. Nennung nur redaktionell. Wir vertreten die Firmen nicht. Mehr Infos durch Klick auf die Logos.

Diskutieren Sie mit

Hinweis

Mit dem Absenden des Kommentars bestätigen Sie, dass Sie mit unserer Datenschutzerklärung einverstanden sind. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: Datenschutzerklärung

Achtung: Die Kommentare sind keine geeignete Stelle, um allgemeine Fragen an die Redaktion zu stellen. Nutzen Sie hierfür bitte das Kontaktformular.




Über uns






Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahren Sie alles zum Datenschutz