Ich habe mich mit meinen Blogs der Plattform blogs50plus angeschlossen. Dabei handelt es sich um eine ausgesprochen sympathische, durchdacht aufgebaute und mittlerweile fest etablierte Sammlung von Weblogs, die von Menschen betrieben werden, die jenseits der 50 sind – viele über 60, manche deutlich darüber. Es geht hier also nicht um Themenkategorien, Reichweiten oder Marketinglogiken, sondern um ein anderes Ordnungskriterium: um Lebenserfahrung.
Genau dieser Ansatz spricht mich sehr an. Wer die Fünfzig überschritten hat, hat meist schon eine ganze Menge erlebt, gesehen, ausprobiert, verworfen und neu begonnen. Und viele bringen das schreibend zum Ausdruck – in sehr unterschiedlichen Formen, über ganz verschiedene Inhalte, mit je eigener Perspektive und Stimme. Für Leserinnen und Leser kann es spannend, bereichernd oder auch überraschend sein zu wissen: Hier schreibt kein Twen, kein Start-up-Evangelist, kein Influencer, sondern jemand, der bereits mehrere Jahrzehnte gelebten Lebens mitbringt.
blogs50plus ist dabei kein spontanes Projekt, sondern im besten Sinne gewachsen. Die Plattform startete bereits 2016, also vor rund zehn Jahren, als erste zentrale Liste speziell für Blogs von Menschen über 50. Inzwischen hat sie sich zu einer festen Anlaufstelle entwickelt – für Neugierige, für Menschen, die gezielt nach solchen Stimmen suchen, für Journalistinnen und Journalisten auf der Suche nach Themen oder Ansprechpartnern, ebenso wie für Bloggerinnen und Blogger selbst, die sich vernetzen oder einfach gegenseitig entdecken möchten.
Besonders sympathisch ist mir dabei: blogs50plus versteht sich nicht als redaktionell gesteuerte Community, sondern als kunterbuntes Spektrum. Es geht hier weder um Altersverklärung noch um das dauernde Kreisen um Zipperlein. Im Gegenteil: Die Liste zeigt sehr deutlich, wie vielfältig Interessen, Themen, Haltungen und Ausdrucksformen sein können, wenn Menschen mit langer Lebensgeschichte schreiben. Ob Fotografie, Technik, Politik, Reisen, Literatur, Garten, Gesellschaft, Kunst, Alltagsbeobachtungen oder hochspezialisierte Nischenthemen – alles findet hier seinen Platz. Wie jemand schreibt, worüber und in welchem Ton, bleibt vollständig den Bloggerinnen und Bloggern selbst überlassen. Eine inhaltliche Eingrenzung erfolgt nur dort, wo Anstand, Ethik oder nachprüfbare Fakten verlassen werden oder extremistische Inhalte ins Spiel kommen.
blogs50plus ist ausdrücklich ein Leidenschaftsprojekt: eine lebendige Sammlung, aber keine Plattform mit Foren, Verpflichtungen oder Community-Ritualen. Und genau das macht für mich einen Teil des Reizes aus. Es geht um Sichtbarkeit, um bessere Auffindbarkeit, um leichtere Vernetzung – und um die Freude, neue Blogs zu entdecken oder selbst einfacher gefunden zu werden.
Ich freue mich, mit meinen Blogs nun Teil dieser Liste zu sein. Nicht als Gütesiegel, sondern als eine Art Standortbestimmung: als Zugehörigkeit zu einer Generation von Schreibenden, die nicht mehr alles werden muss, aber sehr viel zu erzählen hat. Vielleicht ist blogs50plus ja auch für den einen oder die andere von Ihnen interessant – als Fundgrube, als Inspirationsquelle oder einfach als Einladung zum Streifzug durch ganz unterschiedliche Lebenswelten.
Wenn Sie sich einmal anschauen möchten, was es bei den Ü50ern so alles gibt, finden Sie es hier: https://blogs50plus.de
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- Bildschirmfoto-2026-01-27-um-03.20.03_800x500: blogs50plus
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