Anzeige

Starke Schwerhörigkeit: Cochlea-Implantat Senioren

Cochlea Implantat

Cochlea Implantat

Senioren mit schwerem bis hochgradigen Hörverlust profitieren von Cochlea-Implantaten

Senioren, die von einer schweren oder sogar einer hochgradigen Hörminderung betroffen sind, profitieren – genau wie jüngere Erwachsene – von Cochlea-Implantaten. Dies zeigt eine italienische Studie.

Eine wissenschaftliche Studie aus Italien hat gezeigt, dass eine Behandlung mit Cochlea-Implantaten bei älteren Erwachsenen mit einem schweren Hörverlust zu einer deutlichen Steigerung der Lebensqualität führt. Die Lebensqualität der Patienten mit implantierbaren Hörlösungen war bei erfolgreicher Behandlung mit der jüngerer erwachsener Cochlea-Implantatträger vergleichbar.

Ziel der Studie war die Auswirkungen von Cochlea-Implantaten, kurz CIs genannt, auf die Spracherkennung, Lebensqualität und kognitiven Funktionen bei älteren Menschen mit schwerem Hörverlust im Vergleich zu jüngeren erwachsenen CI-Trägern zu untersuchen.

Spracherkennung verbessert sich

Im Laufe der Studie verbesserte sich die Fähigkeit zur Spracherkennung sowohl bei der Versuchs- als auch der Kontrollgruppe deutlich. Insgesamt bestand kein merkbarer Unterschied zwischen der Lebensqualität, die ältere und jüngere CI-Träger erlebten. Eine statistische Analyse der Daten zeigte, dass die Versuchsteilnehmer schon ein Jahr nach der Aktivierung des Implantats bei sprachaudiometrischen Tests deutlich besser abschnitten. Auch bei der letzten im Rahmen der Studie vorgenommenen Untersuchung, erreichten beide Versuchsteilnehmergruppen eine höhere Punktzahl als vor der Implantation.

Laut den Verfassern bestätigt die Studie damit die Beobachtung, dass eine Behandlung mit Cochlea-Implantaten die Lebensqualität von Senioren mit schwerem Hörverlust nachweislich verbessert und mit der jüngerer erwachsener CI-Träger vergleichbar macht.

Kurz zur Studie

Die Studie wurde im Zeitraum von 2004 bis 2015 am Universitätsklinikum Brescia in Italien durchgeführt.

Sowohl die Versuchs- als auch die Kontrollgruppe bestand aus CI-Trägern.

Um an der Studie teilzunehmen, mussten die Probanden folgende Anforderungen erfüllen:

  • Fortschreitender, hochgradiger, nach der Spracherlernung (postlingual) erfolgter Hörverlust,
  • Hörgerätenutzung vor dem Einsetzen des Cochlea-Implantats,
  • mindestens ein Jahr Erfahrung mit ein- oder beidseitiger CI-Versorgung,
  • regelmäßige Anpassung des CIs,
  • mindestens ein Jahr Teilnahme an Sprachtherapie.
  • Alle Probanden in der Versuchsgruppe waren mindestens 65 Jahre alt.

Insgesamt nahmen 69 Personen an der Studie teil. Ganze 25 CI-Träger waren mindestens 65 Jahre alt. Die Kontrollgruppe bestand aus 19 erwachsenen CI-Trägern, die nicht älter als 50 Jahre waren. Eine dritte Gruppe bestand aus 25 normalhörenden Versuchsteilnehmern im Alter von mindestens 65 Jahren.

Von den älteren CI-Trägern waren 23 unilateral (einseitig) und zwei bilateral (beidseitig) mit Cochlea-Implantaten versorgt. Bei den jüngeren CI-Trägern hatten 17 Versuchsteilnehmer eine implantierbare Hörlösung. Zwei Probanden der Kontrollgruppe waren beidseitig versorgt.

Die Studie wurde unter dem Titel „Cognitive Function and Quality of Life in Older Adult Patients with Cochlear Implants” in der internationalen Fachzeitschrift Journal of Audiology veröffentlicht.

Quelle: www.ncbi.nlm.nih.gov sowie das International Journal of Audiology, hear-it.org

Hinweis


In „Fundstücke“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen.




(si)





Anzeige




Über uns







Peter Wilhelm Hörgeräte-Experte
Links:
   Hörgeräte Edingen-Neckarhausen