Schwerhörigkeit nicht auf die leichte Schulter nehmen

Ganz viele Menschen denken, eine Schwerhörigkeit sei eine allgemeine Erscheinung des Alters, so wie die abnehmende Beweglichkeit. Man müsse das hinnehmen und eine Schwerhörigkeit müsse auch nicht so ernst genommen werden.

Doch die Schwerhörigkeit ist eine ernstzunehmende Erkrankung. Sie ist in den meisten Fällen unheilbar. Gerade deshalb muss sie unbedingt behandelt werden. Die Folgen einer unbehandelten Schwerhörigkeit können sehr drastisch sein.

Die Schwerhörigkeit entsteht durch verschiedene Faktoren. Die beiden häufigsten Ursachen sind der Lärm und das Alter.
Man kann sich beiden Faktoren meist nicht entziehen. Unser Lebensumfeld bietet oft viel Lärm, verursacht von Maschinen. Hinzu kommt Lärm, dem wir uns freiwillig aussetzen, beispielsweise überlaute Musik in Clubs, auf Festivals oder durch zu laut eingestellten Kopfhörern.

Zahl der Schwerhörigen steigt

Es ist gar nicht so einfach, die Zahl der Schwerhörigen zu ermitteln. Es gibt verschiedene Grade der Schwerhörigkeit und jeder zählt anders bzw. legt andere Anforderungen zugrunde.
Man kann aber sagen, dass in der Bundesrepublik Deutschland rund jeder Fünfte von einer Hörbeeinträchtigung betroffen ist.
Zwischen 16 und 23 % der Bevölkerung ist von einem Hörproblem betroffen.

Da Alter eine der häufigsten Ursachen ist, steigt die Zahl mit steigendem Alter auch deutlich an. Der Deutsche Schwerhörigenbund gibt an, dass rund 25 Prozent aller 50-69jährigen schwerhörig ist.
Bei den 60-69-jährigen sind es schon 37 Prozent und die über 70-jährigen sind zur Hälfte schwerhörig, hier trifft es also jeden Zweiten.

Wichtig zu wissen: Seit einigen Jahren ist ein eklatanter Anstieg der Zahlen feststellbar.

Schwerhörigkeit: Heilung ausgeschlossen

Für eine Schwerhörigkeit können auch Medikamente oder Fehlbildungen im Ohr verantwortlich sein. In diesen Fällen kann oft ärztliche Kunst helfen.
Aber ansonsten gilt: Eine Schwerhörigkeit ist nicht heilbar.
Sie ist auf Dauer irreparabel. Unser Ohr ist ein sehr komplexes Sinnesorgan. Es ist sehr empfindlich.
Im Innenohr sind hauchfeine Strukturen, die Sinneshärchen, für das Hören verantwortlich. Sind diese Sinneszellen im Innenohr erst einmal zerstört, so gibt es keinen Weg sie wieder zu reparieren.
Das Ganze geschieht schleichend. Eine Schwerhörigkeit entwickelt sich recht langsam und wird von den betroffenen Personen viel zu spät wahrgenommen.

Schlimm ist das deshalb, weil unser Gehirn eine nachlassende Hörleistung zum Teil kompensieren kann. Auf der anderen Seite hat die die Schwerhörigkeit auch direkte negative Auswirkung auf das Gehirn.

Ein Hörverlust kann auch zu Demenz führen

Heute wissen wir, dass eine Schwerhörigkeit, die nicht behandelt wird, das Risiko einer Demenz deutlich steigert.
Studien belegen, dass Menschen mit beeinträchtigtem Hörvermögen mindestens doppelt so oft an Demenz erkranken.

Die einzig wirksame Therapie heißt: Hörgeräte

Gegen Schwerhörigkeit hilft keine Medizin und keine andere Behandlung. Hilfreich ist nur ein Hörgerät. Mit einem Hörgerät wird nach kürzester Zeit das Hören deutlich unterstützt.
Unser Gehirn muss zum Verstehen von Sprache weniger Arbeit leisten. Stress, Anstrengung und Konzentrationsschwierigkeiten werden abgebaut.
Der Weg führt immer erst zum Hörtest, dann zum HNO-Arzt und abschließend zum Hörakustiker.
Heute gibt es winzig kleine Hörgeräte zu sehr günstigen Preisen (teilweise sogar Nulltarif) und mit großer Wirkung.

hörgeräte erfahrung

Hinweis:

Dieser Text dient journalistischer Information und gibt nur persönliche Meinung und Erfahrungen wieder. Vor Entscheidungen in Rechts-, Steuer- und Medizinfragen bitte immer eine Fachperson fragen. Fragen Sie immer einen Arzt, Apotheker, Anwalt oder Steuerberater. Das ist günstiger als Sie denken. Verlassen Sie sich nie auf Wissen, das Sie sich nur im Internet zusammengefischt haben!

Bild: hoergeraete



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