• Presbyakusis 3

    Symptome der Presbyakusis

    Im Unterschied zu einer krankheitsbedingten Schwerhörigkeit, die plötzlich auftreten kann, beginnt die Presbyakusis schleichend. Sie wird deshalb oft erst sehr spät bemerkt. Meist sind es die höheren Frequenzen die als erstes betroffen sind. Wir sprechen dann von der sogenannten Hochtonschwerhörigkeit. Geräusche werden deshalb nicht unbedingt leiser oder schlechter als gewöhnlich wahrgenommen. Sie klingen aber deutlich anders, da ja die hohen Töne nicht mehr gehört werden können. Oft können auch Geräusche nicht mehr so gut voneinander unterschieden werden wie früher. Das charakteristische Klangprofil wird eben nicht mehr vollständig gehört. Sehr typisch ist auch, dass die Betroffenen bei Gesprächen Verständnisschwierigkeiten haben und deshalb genauer auf die Lippenbewegungen achten müssen.

    Besonders die Zischlaute wie „s“ oder „sch“ werden nicht mehr gut verstanden. Leise Geräusche können ebenfalls nicht mehr gehört werden. Bei einigen Menschen stellen sich zusätzlich zur Schwerhörigkeit manchmal auch Ohrgeräusche (Tinnitus) ein. Aber meist fällt den Betroffenen die veränderte Hörwahrnehmung zunächst gar nicht auf. Viel schlimmer: Im Laufe der Zeit gewöhnen sie sich sogar daran. So kommt es, dass es in ganz vielen Fällen Bekannte und Verwandte sind, die die typischen Symptome erkennen und die Betroffenen darauf anspricht.

    Mein Tipp für Sie: Sprechen Sie Betroffene bei Verdacht auf eine Schwerhörigkeit an

    Falls Sie in Ihrem Umfeld eine Person kennen, bei der Sie den Verdacht auf eine Presbyakusis haben, sollten Sie so vorgehen: Sprechen Sie den Betroffenen darauf an. Das ist immer im ersten Moment unangenehm für beide Seiten. Doch je länger eine Schwerhörigkeit dauert, desto schwieriger wird die Versorgung mit einem Hörgerät. Denn das Hören findet ja nicht nur im Ohr, sondern auch in unserem Gehirn statt. Töne auf lang nicht mehr gehörten Frequenzen können nach einer Weile nicht mehr vom Gehirn verarbeitet werden, weil das Gehirn das verlernt hat. Umso früher die Ohren mit einem Hörsystem versorgt werden, desto zügiger und besser kann auch das Hörvermögen wiederhergestellt werden.



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