Hörgeräte-Lexikon

A

Abdruck
veralteter Ausdruck für Abformung

Abformung
Ohrabformung von Ohrmuschel und Gehörgang mit Silikonmasse zwecks Herstellung von Ohrstücken für HdOs bzw. Gehäusen für IdOs.

Akku
In den Größen 312 – 675 gibt es NiMh-Akkus ohne nennenswerten Memoryeffekt. Die Kapazitäten sind allerdings nur ein Zehntel oder weniger der gleichgroßen Zink-Luft-Hochleistungsbatterie. Achtung: Mit 312er NiMh-Akkus kommt man evtl. nicht über einen langen Tag. Inzwischen gibt es auch Silber-Zink und Li-Ionen-Akkus – siehe dort.

Akustik
Lehre und Wissenschaft vom Schall und seiner Wahrnehmung.

Akustische Rückkopplung
Schall, der entsteht, wenn ein Verstärkungssystem nicht abgeschlossen ist; verstärkter Schall verlässt den Gehörgang, erreicht das Mikrofon und wird erneut verstärkt: Das Hörgerät pfeift.

App-Steuerung
Eine App ist ein Programm auf einem SmartPhone (Mobiltelefon ohne Tasten). Es gibt inzwischen Hörgeräte, die z.B. mittels Tonsteuerung oder auch per Bluetooth direkt vom Handy aus gesteuert werden können (z.B. Programmwahl, Lautstärke, Klang)

Audiogramm
Darstellung der Hörschwelle und ggf. andere Kenngrößen zur Beschreibung des Gehörs bzw. der Schwerhörigkeit (siehe auch Audiometer, audiometrische Tests).

Audiologie
Lehre und Wissenschaft, die sich mit der Diagnostik, Behandlung und Prävention von Schwerhörigkeit beschäftigt.

Audiometer
Elektronisches Gerät zur Messung der Hörempfindlichkeit.

Audiometrische Tests
Angewandte Verfahren zur Bestimmung der Art und des Grades der Schwerhörigkeit.

Abdruck-Pad
Ein Wattebausch, der beim Anfertigen eines Ohrpassstückes (Otoplastik) in das Ohr eingeführt wird, um das Trommelfell vor dem Abdruckmaterial zu schützen.

Akustisches Neuroma
Ein akustisches Neuroma (AN) ist ein gutartiger Tumor, der im Bereich des Gleichgewichtsnervs im Innenohr und in der Nähe zum Gehirn entsteht. Akustische Neuromen sind relativ selten.

Alport-Syndrom

Das Alport-Syndrom kennzeichnet sich durch einen schrittweisen Abbau der Nierenfunktion und dem Gehör. Einer von 5.000 hat diese Fehlfunktion von Geburt an. Hauptsächlich sind Männer betroffen.

Altersbedingter Hörverlust

Altersbedingter Hörverlust wird auch Presbyakusis genannt. Beim menschlichen Alterungsprozess werden zahlreiche der Haarzellen im Innenohr beschädigt oder abgebaut, was zu einem Hörverlust führt. Die Stärke des altersbedingten Hörverlustes ist von Person zu Person unterschiedlich, doch jeder verliert mit dem Alter in gewissem Maße sein Hörvermögen, der eine früher und schneller als der andere.

Amboss

Der mittlere der drei Knöchelchen im Mittelohr, welche die Schallwellen vom äußeren Ohr ins Innenohr weiterleiten. Der Amboss wird auch Incus genannt.

Amplitude
Die Größe eines Signals.

Analog
Die traditionelle Art der Verarbeitung von Signalen, bei der die Signale kontinuierlich und in Echtzeit verarbeitet werden.

Audiogramm
Eine Grafik, aus der das Hörvermögen in verschiedenen Frequenzbereichen hervorgeht. Das Ergebnis wird in dB HL (Hörpegel) ausgedrückt.

Audiologe
Ein Audiologe ist ein Fachmann der Lehre des Hörens und der Hörschäden, der das menschliche Gehör testet und Hörgeschädigten unterstützend und beratend zur Seite steht.

Audiologie
Die Lehre vom Hören und von Hörschäden.

Audiometer
Ein Instrument zur Messung der menschlichen Hörfunktion.

Audiometrie
Verfahren zur Messung der menschlichen Gehörfunktion im Vergleich zum Hörvermögen einer normal hörenden Person.

Auricula
Der äußere und sichtbare Teil des Ohres, auch Ohrmuschel genannt.

Äußeres Ohr
Der äußere Teil des Ohres, der Schallwellen aufnimmt und diese in das Ohr weiterleitet. Das äußere Ohr besteht aus der Ohrmuschel (Auricula) sowie dem Ohrkanal und wird durch das Trommelfell vom Mittelohr getrennt. In der Wand des Ohrkanals befinden sich Drüsen, die Ohrenschmalz absondern, der das Ohr schmiert.

Autoimmunerkrankung des Innenohrs
Eine Autoimmunerkrankung des Innenohres (AIED) ist ein seltenes, durch zunehmenden Hörverlust und/oder Schwindelanfälle gekennzeichnetes Leiden, das durch den Angriff von Antikörpern oder Immunzellen auf das Ohr ausgelöst wird.

B

Batterie
Gängigste Energiequelle. Gibt es in den Größen:

  • 10 für kleine IdOs u. kleinste HdOs, Laufzeit 60 – 70 Stunden
  • 312 Standardzelle für IdOs u. kleine HdOs, Laufzeit 100 – 120 Stunden
  • 13 Standardzelle für Mini-HdOs u. große IdOs, Laufzeit 200 – 250 Stunden
  • 675 Zelle für große Basis-HdOs u. Ultra-Power-HdOs, Laufzeit bei starkem Leistungsbedarf sehr individuell.

BICROS
Wie bei CROS (s. dort), mit dem Unterschied, daß das bessere Ohr nicht normalhörend ist, sondern auch schon eine Verstärkung benötigt. Somit werden die Signale beider Seiten über ein Hörgerät in den Gehörgang eingespeist. Ist die Hörfähigkeit auf einem Ohr zu schlecht, als dass hier ein Hörgerät Abhilfe leisten könnte, dann werden die Hörhilfen so angebracht, dass Geräusche von beiden Kopfseiten an das besser hörende Ohr geleitet werden.

Basilarmembran
Die Basilarmembran befindet sich im Innenohr. Bei Stimulieren des Ohres durch Geräusche beginnt die Basilarmembran zu vibrieren und aktiviert die Haarzellen im Corti-Organ.

Binaural
Binaural bedeutet „mit beiden Ohren“, im Gegensatz zu monoaural, wo nur ein Ohr benutzt wird.

BTE, HDO
Die Abkürzung für „behind the ear“-Hörgeräte (HDO – Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte). Diese Hörhilfen werden hinter dem Ohr angebracht, wobei Mikrofon, Verstärker und Empfänger in dem Gehäuse hinter dem Ohr untergebracht werden.

binaurale Signalverarbeitung
Bei Verwendung von zwei Hörgeräten tauschen diese sich permanent aus mit dem Ziel das Hören natürlicher zu gestalten und vorallem durch ein verbessertes Richtungshören auch das Verstehen im Lärm zu verbessern.

Binaurale Versorgung
Versorgung mit zwei Hörgeräten, eines für jedes Ohr.

Bluetooth
Funkstandard mit einer Reichweite von wenigen Metern. Bei Hörgeräten zur drahtlosen Übertragung von Audiosignalen zum Hörgerät bzw. zu einem Zwischengeschaltetem Adapter.

C

Cerumen
Sekret der Drüsen im äußeren Gehörgang; umgangssprachlich: Ohrenschmalz.

Cerumenschutz
Schutzabdeckung über der Schallaustrittsöffnung eines Im-Ohr-Hörgerätes; sie verhindert, dass sich Cerumen im Hörer des Gerätes ansammelt.

Chronische Mittelohrentzündung (Otitis media)
Hartnäckige Entzündung des Mittelohrs, die länger als 8 Wochen dauern kann.

CIC-Hörgerät
(CIC = completely in canal) Gehörgangshörgerät; das kleinste Hörgerät auf dem Markt; wird im Gehörgang getragen; erzielt auf Grund der Nähe des Hörers zum Trommelfell höhere Verstärkung bei weniger Leistungsaufnahme.

Concha
„Ohrmuschel“, bei IdOs eine große Bauform, die die gesamte Ohrmuschel ausfüllt.

Cortisches Organ
Hörorgan aus Sinnes- und Stützzellen, das sich auf der Basilar-Membran in der Hörschnecke (Cochlea) befindet.

CROS
Contralateral Routing Of Signal – bedeutet, daß das Signal auf der einen Kopfseite mit einem Mikrofon aufgenommen und dann zur anderen Kopfseite mit dem normalhörenden Ohr geleitet wird, um es dort in den Gehörgang einzuspeisen. Wird benutzt, wenn ein Ohr taub ist, d.h. die Einleitung dort nichts bringt. Damit wird zwar kein echtes Stereohören ermöglicht, aber wenigstens die Ansprechbarkeit von der „tauben“ Seite.

custom-made
individuelle Fertigung. Bei IdOs bedeutet dies, daß das Gerät ein individuelles Gehäuse entsprechend einer Abformung des Ohres erhält und dann nur in dieses eine Ohr paßt.

Cymbaspangen-IdO
IdO, bei dem die Technik in dem oberen Teil der Ohrmuschel sitzt. Gestattet sehr offene Versorgungen.

CAPD
Central Auditory Processing Disorders (zentral-auditive Verarbeitungsprobleme)
CAPD ist ein Hörschaden, der sich nicht als Hörverlust manifestiert. Bei Personen mit CAPD hat das Gehirn stattdessen Schwierigkeiten, Geräusche auf normale Weise zu interpretieren und Sprache zu verarbeiten. Das Problem ist auch bekannt unter dem Namen APD = Auditory Processing Disorder (auditive Verarbeitungsprobleme).

CC/Closed Captioned
Ein Fernseh-Sendeprogramm, das ein Signal enthält, mit dessen Hilfe sich Untertitel auf dem Fernsehbildschirm hinzu schalten lassen. Hierzu ist ein CC-Umwandler erforderlich.

Central Auditory Processing Disorders
(zentral-auditive Verarbeitungsprobleme)
CAPD ist ein Hörschaden, der sich nicht als Hörverlust manifestiert. Bei Personen mit CAPD hat das Gehirn stattdessen Schwierigkeiten, Geräusche auf normale Weise zu interpretieren und Sprache zu verarbeiten. Das Problem ist auch bekannt unter dem Namen APD = Auditory Processing Disorder (auditive Verarbeitungsprobleme).

CIC
Die Abkürzung für „completely in the canal“-Hörgeräte. Es handelt sich hierbei um kleine Hörhilfen, die tief im Ohrkanal eingesetzt werden.

Closed Caption-Untertitel
Ein Fernsehprogramm kann ein Signal beinhalten, das am Bildschirm Untertitel auslöst. Für Closed Caption-Untertitel ist gegebenenfalls ein Umwandler erforderlich.

Cochlea
Die Cochlea befindet sich im Innenohr und hat die Form einer Schnecke. In der Cochlea befindet sich das Corti-Organ mit den winzigen Haarzellen, in dem Nervfasern Hörsignale an das Gehirn senden.

Cochlear-Implantat
Ein Cochlear-Implantat ist ein Elektrogerät, welches das Gehör tauber oder schwerhöriger Menschen teilweise wieder herstellt. Das Implantat wird operativ im Innenohr eingesetzt und mittels eines Gerätes außerhalb des Ohres aktiviert.

Corti
Das Corti-Organ ist das Organ mit den Haarzellen, welches Schallwellen vom Ohr über den Hörnerv ins Gehirn leitet. Das Corti-Organ befindet sich auf der Basilarmembran.

Corti-Organ
Das Corti-Organ ist das Sinnesorgan des Gehörs.

CROS
„Contralateral Routing of Signals.“ Eine Befestigungsstrategie für Hörhilfen, die meistens angewandt wird, wenn eines der beiden Ohren fast taub und das andere fast normal ist. Ein Mikrofon in einem „leeren Hörgerät“ wird an das taube Ohr gesetzt und das Signal auf die andere Seite weitergeleitet, d. h. an das besser hörende Ohr.

D

Datalogging
Das Hörgerät protokolliert Nutzungsdaten (z.B. Betriebsstunden, Lautstärkesituationen, Lautstärkeveränderungen des Nutzers) mit. Sehr gut für die Feinanpassung und Beratung.

Digitale Hörgeräte
Hörgeräte, die Audiosignale digital verarbeiten; Synonym: DSP-Hörgerät.

Digital programmierbares Hörgerät
Modernes Hörgerät, das digitale und analoge Technologie miteinander verbindet.

Digitale Signalverarbeitung
Verarbeitung eines Signals durch mathematische Algorithmen.
(auch DSP = digital signal processing)

Dezibel
Kenngröße für die Lautstärke eines akustischen Signals.

Doppel-Mikrofonsystem
mit zwei Mikrofonen kann eine veränderliche Richtwirkung bewirkt werden (programmgesteuert)

dB
Der Begriff dB (Dezibel) und dB-Skala wird weltweit als Maßeinheit für Geräuschpegel verwendet. Die Dezibelskala ist eine logarithmische Skala, in der die Verdoppelung des Schalldrucks einer Pegelzunahme von 6 dB entspricht. Es ist äußerst wichtig, dass einem die unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffes „dB“ bewusst sind und zu wissen, dass es sich nicht um einen festen Wert wie Volt, Meter etc. handelt. Der Wert eines dB hängt von dem Kontext ab, in dem es verwendet wird. Der Schalldruck wird sehr oft entweder in dB SPL ausgedrückt, wobei der schwächste, von einer normal hörenden Person wahrnehmbare Ton bei 1000 Hz liegt, oder in dB HL, was der normalen Hörschwelle eines bestimmten Tones entspricht (z. B. von 125 Hz bis 8000 Hz). 0 dB SPL und 0 dB HL sind also nicht das gleiche. dB HL wird in Audiogrammen verwendet, woraus zu erkennen ist, was jemand im Vergleich zu einer jungen Person mit normalem Hörvermögen wahrnimmt. Überschreitet die Audiogrammkurve 25 dB, so verzeichnen wir eine anormale Situation – einen Hörverlust.

Dezibel
Der Begriff dB (Dezibel) und dB-Skala wird weltweit als Maßeinheit für Geräuschpegel verwendet. Die Dezibelskala ist eine logarithmische Skala, in der die Verdoppelung des Schalldrucks einer Pegelzunahme von 6 dB entspricht. Es ist äußerst wichtig, dass einem die unterschiedlichen Bedeutungen des Begriffes „dB“ bewusst sind und zu wissen, dass es sich nicht um einen festen Wert wie Volt, Meter etc. handelt. Der Wert eines dB hängt von dem Kontext ab, in dem es verwendet wird. Der Schalldruck wird sehr oft entweder in dB SPL ausgedrückt, wobei der schwächste, von einer normal hörenden Person wahrnehmbare Ton bei 1000 Hz liegt, oder in dB HL, was der normalen Hörschwelle eines bestimmten Tones entspricht (z. B. von 125 Hz bis 8000 Hz). 0 dB SPL und 0 dB HL sind also nicht das gleiche. dB HL wird in Audiogrammen verwendet, woraus zu erkennen ist, was jemand im Vergleich zu einer jungen Person mit normalem Hörvermögen wahrnimmt. Überschreitet die Audiogrammkurve 25 dB, so verzeichnen wir eine anormale Situation – einen Hörverlust.

Digital
Die digitale Tonverarbeitung bedeutet, dass der Ton mathematisch erfasst wird. Digitaltöne werden als eine Zahlenreihe (0 und 1) kodiert, aus denen die Tonhöhe und die Lautstärke zu einem bestimmten Zeitpunkt hervorgehen. Die Verarbeitung erfolgt sehr genau und ist elektronisch manipulierbar.

Dynamik-Bereich
Das Feld in dB zwischen Hörschwelle und der Schmerzgrenze. Bei Normalhörenden liegt dieser Bereich bei rund 100 dB.

E

e2e
siehe Ear-to-Ear-Kommunikation

Ear-to-Ear-Kommunikation
Bedeutet, daß linkes u. rechtes Hörgerät Daten per Funk austauschen. Programmwahl, Verstärkungsverstellung ist das Mindeste, bedeutet aber schon besseren Bedienkomfort. Fortgeschrittene Varianten übermitteln noch viel mehr, z.B. erkannte Hörsituation, Ort von Sprechern u. Hauptlärmquellen und optimiert somit die Verstehqualität und Lärmunterdrückung.

Empfänger (auch FM-Empfänger)
Teil eines vom Hörgerätenutzer getragenen FM-Systems, das Signale vom FM-Sender aufnimmt und an das Hörgerät weiterleitet. (s. a. FM-System)

externer Hörer
Bei HdOs: Durch den ausgelagerten Hörer (im Gehörgang) wird wie beim IdO eine bessere Hochtonwiedergabe und ein relativ glatter Frequenzgang erzielt.

Endolymphatischer Hydrops
Eine Störung des Vestibularsystems im Innenohr, die unnormale Fluktuation der Endolymphe, der Flüssigkeit, welche die Hör- und Gleichgewichtsstrukturen bedeckt, verursacht. Personen, die an Morbus Menière leiden, leiden in der Regel auch an einem endolymphatischen Hydrops, wohingegen ein endolymphatischer Hydrops nicht immer in einem Morbus Menière resultiert.

Eustachio-Röhre

Die Eustachio-Röhre führt von der Nasenhöhle zum Mittelohr. Zweck der Eustachischen Röhre ist es, einen normalen atmosphärischen Druck im Mittelohrraum zu wahren. Die Eustachische Röhre ist gewöhnlich geschlossen, öffnet jedoch gelegentlich kurz z. B. beim Schlucken oder Naseputzen. Die Eustachio-Röhre wird auch Ohrtrompete genannt.

F

Fernbedienung
Ermögicht Programmwechsel und Lautstärkeänderungen ohne am Gerät hantieren zu müssen. Was zumeist als Luxus erscheint, ist tatsächlich für Senioren segensreich.

FM-System
Ein Kommunikationssystem zur Verbesserung des Sprachverständnisses in schwierigen Hörsituationen, bei dem ein vom Sprecher getragenes Funkmikrofon (Sender) drahtlos Signale per Frequenzmodulation (UKW) an einen vom Zuhörer getragenen Empfänger sendet.

Funktechnologie
Ermöglicht das Einkoppeln von Tonsignalen per Induktion in die Hörgeräte. So kann praktisch eine Handy-Freisprecheinrichtung eingerichtet werden, aber auch der Fernsehton direkt ins Hörgerät kommen. Das ist nicht nur praktisch, sondern meist vom Verstehen her besser als separate Funkkopfhörer u.ä.

FM System
Ein FM System ist ein System, mit dem eine Hörhilfe aufgerüstet werden kann, wenn der Hörgeschädigte in schwierigen Hörsituationen hören können muss. Es besteht aus einem Mikrofon, das in der Nähe des/der Lautsprecher(s) angebracht ist, einem Verstärker und einem Empfänger, der am Hörgerät befestigt ist.

Frequenz
Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Die Frequenz wird in Hertz (Hz) gemessen. Tiefe Töne haben niedrige und hohe Töne haben hohe Frequenzen.

Frequenzauflösung
Die Fähigkeit, gleichzeitig auftretende Töne zu unterscheiden.

Frequenzdiskrimination
Die Fähigkeit, aufeinander folgende Frequenztöne zu unterscheiden.

Funktionszugewinn
Die Differenz zwischen den Hörschwellen mit und ohne Verstärkung (z.B. durch ein Hörgerät).

G

Gebärdensprache
Form der Kommunikation mit den Händen, bei der Worte und Begriffe durch Handzeichen und Handbewegungen dargestellt werden.

Gehörgangshörgerät (CIC)
(CIC = completely in canal) Das kleinste Hörgerät auf dem Markt; wird im Gehörgang getragen; erzielt auf Grund der Nähe des Hörers zum Trommelfell höhere Verstärkung bei weniger Leistungsaufnahme.

Gehörknöchelchen
Die drei Knöchelchen – Hammer, Amboss, Steigbügel -, die den Schall vom Trommelfell durch die Paukenhöhle zum ovalen Fenster der Schnecke übertragen.

Gehirnstamm-Messung
Test zur Messung der Gehörempfindlichkeit, zu dem keine Angaben des Patienten notwendig sind. Kommt normalerweise zum Einsatz bei sehr jungen oder kommunikationsunfähigen Patienten.

Gehörknöchelchen
Gehörknöchelchen ist der Sammelbegriff für die drei Knöchelchen im Mittelohr – Hammer (Malleus), Amboss (Incus) und Steigbügel (Stapes).

Gehörtrauma
Ein Hörschaden infolge übermäßiger Lärmaussetzung wie Explosionen, sehr laute Musik und äußerst laute Maschinen.

H

Haarzellen
Sinneszellen, die sich entlang der Basilarmembran in der Cochlea im Innenohr befinden und auf Geräusche reagieren. Ein sensorischer Hörverlust tritt auf, wenn einige dieser Haarzellen abgebaut oder beschädigt wurden. Alle Menschen verlieren mit dem Alter einige Haarzellen, aber wie und wann ist von Person zu Person unterschiedlich.

Hals-, Nasen-, Ohrenarzt
Ein Hals-, Nasen- und Ohrenarzt ist ein Facharzt für Krankheiten im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich.

Hammer
Der Hammer ist der erste der drei Knöchelchen im Mittelohr, welche die Schallwellen vom äußeren Ohr ins Innenohr weiterleiten. Der Hammer wird auch Malleus genannt.

Harmonische Verzerrung
Gelangt ein Ton in ein elektrisches Instrument, wie in einen Verstärker in einem Hörgerät, so ist die Wellenform des Ausgangssignals mit der des Eingangssignals vergleichbar. Reproduziert das Instrument die Form der Welle richtig, so wird von einem unverzerrten Signal gesprochen. Die harmonische Verzerrung ist eine Form der Verzerrung, bei der dem Signal harmonisch Komponenten mit den Frequenzbereichen des Eingangssignals hinzugefügt werden. Die harmonische Verzerrung wird auch als Amplitude oder nicht lineare Verzerrung bezeichnet.

Hertz
Hertz (Hz) ist die Anzahl Schwingungen pro Sekunde. Tiefe Töne haben niedrigere und hohe Töne haben höhere Frequenzen. Tiefe Töne vibrieren bei wenig Hz, z. B. 125 Hz, während hohe Töne bei mehr Hertz, z. B. 8000 Hz, vibrieren.

Hilfsgerät
Jede Form von Gerät, das neben dem Hörgerät als Hilfe für den Hörgeschädigten eingesetzt wird.

Hirnstamm-Implantat
Ein Hirnstamm-Implantat (ABI) ist ein kleines Gerät, das operativ in das Gehirn einer tauben Person eingepflanzt wird, bei der keine Hörnerven zur Übertragung von akustischen Signalen vom Ohr an das Gehirn vorhanden sind.

HNO
Hals-, Nasen-, Ohren-, beispielsweise HNO-Arzt, HNO-Klinik

Hochton-Steilabfall
Hat eine Person Schwierigkeiten beim Hören von Hochfrequenztönen, dann stellt sich die Hörkurve wie ein Skihang dar. Dabei kann es sich als schwierig erweisen, die Stimme von Kindern oder hohe Frauenstimmen zu hören. Der Hochton-Schrägabfall kann vererblich sein und sich über mehrere Jahre hinweg entwickeln. Es handelt sich um eine äußerst geläufige Art des Hörverlustes. Zahlreiche Menschen leiden an einem unbehandelten Hochton-Steilabfall.

Hörhilfe
Ein tragbares Instrument zur Unterstützung Hörgeschädigter, das gewöhnlich aus einem Mikrofon, einem Verstärker und einem Ohrhörer besteht und mit einer Niederspannungsbatterie betrieben wird. Hörhilfen können hinter dem Ohr, im Ohr und manchmal sogar am Körper getragen werden. Hörhilfen stellen das normale Hörvermögen nicht wieder her, können dieses jedoch verbessern.

Hörnerv
Ein Hirnnerv, der Signale an das Gehirn weiterleitet und diese in Töne umwandelt.

Hörschaden
Eine physische oder psychologische Funktionsstörung des Hörsystems. Eine Person ist hörgeschädigt, wenn sie oder er im Vergleich zu einer jungen, normal hörenden Person nur geringfügig in der Lage ist, Geräusche wahrzunehmen. Der Schaden kann sich durch einen Hörverlust oder Störungen in Form zum Beispiel eines Tinnitus kennzeichnen.

Hörschwelle
Der für einen bestimmten Zuhörer Mindestdruckpegel eines bestimmten Geräuschs, der eine Gehörempfindung hervorruft. Die allgemeinen Messumstände sind festzulegen, d. h. Hören mit einem Ohr, mit beiden Ohren, mit Kopfhörern oder über Lautsprecher usw.

Hörschwellenpegel
Der Hörschwellenpegel für ein bestimmtes Signal und die Wahrnehmungsmethode entsprechen der Anzahl Dezibels, bei der die Hörschwelle eines Zuhörers die bestimmte Standardschwelle eines Normalhörenden überschreitet.

Hörverlust
Hörverlust ist die verminderte Fähigkeit, im Vergleich zu einer jungen, normal hörenden Person Geräusche wahrnehmen zu können. Es gibt verschiedene Arten von Hörverlust. Der konduktive Hörverlust wird durch ein Problem im äußeren oder Mittelohr verursacht, während der sensoneurale Hörverlust auf eine Funktionsstörung der Sinneszellen und der Nervfasern im Innenohr zurückzuführen ist.

Hyperakusis
Hyperakusis ist ein seltenes Hörproblem. Hyperakusis-Patienten haben ein absolut normales Gehör und können auch nicht „besser als sonst jemand“ hören, aber ihre Toleranzgrenze gegenüber bestimmten Geräuschen und Geräuschpegeln, die gewöhnlich nicht als laut betrachtet werden, ist niedriger. Hyperakusis kann sich bei Kindern als ein äußerst schwerwiegendes Problem erweisen. Menschen, die eine geringere Toleranzgrenze gegenüber Geräuschen haben, sollten ständig von leisen, angenehmen Geräuschen umgeben sein.

Halbconcha
Bei IdOs eine Baugröße, die die halbe Ohrmuschel ausfüllt. Oftmals nötig, um entweder bei engem Gehörgang die Elektronik oder ansonsten die Batterie oder die Bedienelemente unterzubringen.

HdO
Hinter-dem-Ohr-Hörgerät – die gesamte Elektronik liegt hinter (auf) dem Ohr. Das ermöglicht maximale Leistung und große Batterien einzusetzen.

Hinter-dem-Ohr-Hörgerät
HdO-Hörgerät; Hörgerät, das hinter dem Ohr getragen wird und an den Gehörgang mit einem Ohrpassstück gekoppelt ist.

Hörentwöhnung
Effekt, daß das Erkennen und Zuordnen von Klängen durch „Hör-Abstinenz“ verlernt wird. Das erschwert natürlich das Sprachverstehen und führt oftmals zu Ablehnung von Hörgeräten, da dann alles als „Lärm“ eingeordnet wird. Großes Problem bei hochbetagten „Einsteigern“.

Hörsituationserkennung
Hochleistungsprozessoren analysieren den eingehenden Schall und erkennen, ob Sprache, Lärm oder Musik anliegt. Aus der Detektion wird automatisch eine Klassifizierung aktiviert, die zu jeweils optimalen Verarbeitungsprogrammen führt.

Hörbarer Frequenzbereich
Hörbarer Bereich von Frequenzen, der bei jungen Menschen von ungefähr 15 Hz bis 20.000 Hz reicht.

Hörer
Miniaturlautsprecher in einem Hörgerät.

Hörfeld
Dynamischer Hörbereich von der Hörbarkeitsschwelle bis zur Unbehaglichkeitsschwelle über den gesamten audiometrischen Frequenzbereich.

Hörgerät
Ein elektronisches Gerät zur Verstärkung und Übertragung der Schallwellen an das Ohr. Die hauptsächlichen Bauelemente sind Mikrofon, Verstärker und Hörer.

Hörverlust
Verminderung der Hörempfindlichkeit.

I

IdO
In-dem-Ohr-Hörgerät – die gesamte Elektronik ist in die Ohrmuschel bzw. den Gehörgang integriert. Vorteile gegenüber HdO: bessere Hochtonwiedergabe und ein relativ glatter Frequenzgang. Nachteile: geringere Leistung, stärkerer Gehörgangsverschluß, kleine Batterien

Impulsschallunterdrückung
Impulsschall ist insbesondere bei Innenohr-Schwerhörigkeit (überwiegende Zahl) und Hörentwöhnung sehr lästig. Wird gedämpft ohne die Sprachqualität zu mindern.

In-Situ-Audiometrie
hier: Hörprüfung mit Hörgerät im endgültigen Tragezustand (idealerweise mit indiv. Ohrstück und angepaßter Belüftung). Ist genauer als die Kopfhöreraudiometrie und kann zu genauerer Hörgeräteanpassung genutzt werden.

Innenohr
Bestehend aus den Sinnesorganen für Hören (Schnecke) und Gleichgewicht
(Vorhofs-Bogengang-System).

IO-Hörgerät
Im-Ohr-Hörgerät; maßgefertigtes Hörgerät, das im Gehörgangseingang getragen wird. Baugrößen: Concha, Halbconcha, Kanal, Mini-Kanal, CiC.

ITC
Gehörgangsgerät (In-the Canal)

Incus
Der mittlere der drei Knöchelchen im Mittelohr, welche die Schallwellen vom äußeren Ohr ins Innenohr weiterleiten. Der Incus wird auch Amboss genannt.

Infektion
Sowohl Bakterien- als auch Vireninfektionen können zu Hörverlust führen. Die geläufigste, zu Hörverlust führende Infektion ist die Mittelohrentzündung, die so genannte Otitis media. Bakterieninfektionen im Gehirn wie Meningitis können sich gegebenenfalls auf das Cochlea-Labyrinth auswirken, was zu äußerst starkem sensoneuralem Hörverlust führt. Vireninfektionen wie Masern und Mumps können gegebenenfalls auch zu einem sensoneuralem Hörverlust führen.

Innenohr
Der innerste Teil des Ohres, der aus der Cochlea, dem Gleichgewichtsmechanismus und dem Hörnerv besteht.

ITE, IdO
ITE ist die Abkürzung für „In the ear“-Hörgeräte (IdO – Im-Ohr-Hörgeräte). Mikrofon, Verstärker und Empfänger werden alle in einem individuell angepassten Gehäuse untergebracht, das in den Ohrkanal passt. Das Mikrofon befindet sich auf der Stirnfläche der Hörhilfe zusammen mit den manuellen Benutzersteuerungen. Das kleinste der ITE-Hörgeräte wird CIC – „completely in the canal“ genannt.

K

Kanalgerät
siehe Gehörgangsgerät

Knochenleitungs-Hörgerät
Hörgerät, am häufigsten verwendet bei Mittelohrproblemen; das verstärkte Signal wird durch einen am Warzenfortsatz befindlichen Knochenvibrator übermittelt; dadurch wird das Mittelohr umgangen und die Cochlea (Schnecke) direkt stimuliert.

Klangregelung
Potentiometer oder ein anderer Steller am Hörgerät, der den Frequenzgang ändert.

Kugelmikrofon
Ein Mikrofon, das nicht richtungsabhängig arbeitet, sondern Signale von allen Seiten gleich laut aufnimmt.

Knochenverankerte Hörgeräte
Ein knochenverankertes Hörgerät wird zur Behandlung bestimmter Formen eines schwerwiegenden konduktiven Hörverlusts eingesetzt. Das Gerät besteht aus einer im Schädelknochen hinter dem Ohr verankerten Titaniumschraube und überträgt mittels eines kleinen, an der Schraube sitzenden Vibrators Töne in das Innenohr.

Kompression
Die automatische Anpassung der Verstärkung in Hörhilfen.

Konduktiver Hörverlust
Es handelt sich hierbei um einen Hörverlust infolge eines Problems im äußeren oder Mittelohr, was dazu führt, dass Geräusche nicht mehr ins Innenohr geleitet werden können.

Kongenitaler Hörverlust
Ein Hörverlust, der von Geburt an besteht. Er kann oder kann nicht ererbt sein.

Konsonant
Konsonanten sind Buchstaben wie p, s, t, f, h und k. Zahlreiche Hörgeschädigte können Konsonanten nur schwer hören, während Vokale wie a, i und e leichter wahrnehmbar sind. Konsonanten hängen von einer genauen Wahrnehmung im Frequenzbereich von 2000 Hz aufwärts ab.

Körpergetragene Hörhilfen
Körpergetragene Hörhilfen werden meist nur bei äußerst stark Hörgeschädigten und gelegentlich zusammen mit einem Knochenleitungsempfänger bei Menschen mit chronischem Ohrerguss eingesetzt. Das Gerät lässt sich in einer Brusttasche unterbringen und wird über ein Kabel mit dem Empfänger (Lautsprecher) im Ohrpassstück verbunden.

L

Labyrinthitis
Labyrinthitis ist eine Entzündung der Innenstruktur des Ohres, welche auch das Labyrinth genannt wird. Verursacht wird sie durch eine bakterielle oder virale Infektion. Patienten erleben Hörprobleme, Schwindelgefühle und Gleichgewichtsverlust.

Lärmüberempfindlichkeit
Lärmüberempfindlichkeit steht meistens im Zusammenhang mit einem sensorineuralen Hörverlust. Personen, die besonders lärmempfindlich sind haben sehr empfindliche Ohren und können normale Lautstärken nur schwer ertragen.

Labor-Ohrstück
individuelles Ohrstück für den Gehörgang. Wird für HdOs und Modul-IdOs benötigt. Gibt Halt und realisiert eine definierte Belüftung.

Lautstärkeregelung
Manuelle oder automatische Regelung der Verstärkung eines Hörgerätes.

Li-Ionen-Akku
Diese Akkus sind von vielen Mobilgeräten her bekannt. Sie haben die höchste Kapazität. Leider aber auch eine deutlich höhere Spannung (3,6 V) als eine normale Hörgerätebatterie (1,4 V). Deshalb können sie nur fest eingebaut in besonderen Modellen benutzt werden. Dafür können sie allerdings auch ein Hörgeräte-Leben (6 Jahre) lang halten.

M

Malleus
Der Malleus ist der erste der drei Knöchelchen im Mittelohr, welche die Schallwellen vom äußeren Ohr ins Innenohr weiterleiten, und der die Form eines Hammershat. Der Malleus wird auch Hammer genannt.

Masking
Masking ist das Verfahren, bei dem die Hörschwelle für einen Ton durch Vorhandensein eines anderen Tones verstärkt wird. Masking wird in der Audiometrie verwendet, um sicherzustellen, dass dort, wo ein Unterschied beim Hörpegel in einem Ohr einer Person besteht, ausschließlich das Hörvermögen des getesteten Ohres gemessen wird.

Meatus acusticus
Die lateinische Bezeichnung für Ohrkanal.

MEI
Mittelohrimplantate/MEI

Ménière-Krankheit
Die Ménière-Krankheit ist eine Funktionsstörung im Innenohr, die zu Schwindelanfällen, Tinnitus und unterschiedlichen Hörverlustarten führt.

Mittelohr
Der Teil des Ohres zwischen Trommelfell und ovalem Fenster, der Geräusche aus dem äußeren Ohr in das Innenohr leitet. Das Mittelohr ist mit Luft gefüllt und über die Eustachio-Röhre (Ohrtrompete) mit dem Rachen verbunden. Die Gehörknöchelchen – Hammer (Malleus), Amboss (Incus) und Steigbügel (Stapes) – befinden sich im Mittelohr.

Mittelohrentzündung mit Erguss
Bei Kleinkindern und Säuglingen auftretende Flüssigkeitsansammlung hinter dem Trommelfell. Mittelohrentzündung mit Erguss ist keine Infektion, da die Flüssigkeit im Ohr keine Bakterien oder schädlichen Organismen enthält.
Die medizinische Bezeichnung dieser Krankheit ist Otitis media mit Erguss (OME).

Mittelohrimplantate
Mittelohrimplantate (MEI) werden zunächst von Menschen verwendet, die keine traditionellen Hörgeräte tragen können.

Mittelohr
Teil des Ohres, der vom Trommelfell bis hin zum ovalen Fenster der Schnecke reicht, inklusive Gehörknöchelchen und Paukenhöhle; dient zur Ankopplung des vom Trommelfell aufgenommenen Schalls in die Schnecke.

Mittelohrentzündung (Otitis media)
Entzündung des Mittelohres, in den meisten Fällen resultierend aus einer Fehlfunktion der Ohrtrompete.

Monaurale Versorgung
Versorgung lediglich eines Ohres mit einem Hörgerät.

N

Nanotechnologie
Hier zur Herstellung besonders glatter Oberflächen, auf denen Schmutz, Ohrenschmalz u.a. nicht so gut haften kann. Dient leichterer Reinigung, besserer Hygiene und beugt Reizungen vor.

Nervenfasern, Nerven, Nervfasern
Nervfasern, die mit den Haarzellen im Innenohr verbunden sind. Einige Nervfasern leiten die Signale der Haarzellen an das Gehirn weiter. Im ganzen Körper gibt es Nervfasern.

Nervtaubheit
Ein Laienbegriff für den sensoneuralen Hörverlust. Siehe auch Perzeptionsschwerhörigkeit und sensorineurale Schwerhörigkeit.

O

Ohrabdruck
Ohrabdrucknahme. Damit Sie eine individuell angefertigte Hörhilfe erhalten, ist eine Abdrucknahme – ein Abdruck – des Ohrkanals erforderlich, damit das Ohrpassstück anschließend auch perfekt sitzt. Zum Anfertigen des Ohrabdrucks wir der Ohrkanal mit Wachs gefüllt, der nach einigen Minuten entfernt wird.

Ohrabdrucknahme
Damit Sie eine individuell angefertigte Hörhilfe erhalten, ist eine Abdrucknahme – ein Abdruck – des Ohrkanals erforderlich, damit das Ohrpassstück anschließend auch perfekt sitzt. Zum Anfertigen des Ohrabdrucks wir der Ohrkanal mit Wachs gefüllt, der nach einigen Minuten entfernt wird.

Ohrenschmalz
Eine ölige Substanz, die das Ohr schmiert. Jeder produziert Ohrenschmalz, wobei dieser Produktionsprozess natürlich reguliert wird. Ohrenschmalz kann sich im Ohrkanal verhärten und diesen verstopfen. Er sollte ausschließlich von einem Otologen entfernt werden. Ohrenschmalz wird auch Cerumen genannt.

Ohrkanal
Das kurze Röhrchen, das Geräusche vom äußeren Ohr ins Trommelfell leitet.

Ohrmuschel
Die Ohrmuschel ist der externe sichtbare Fortsatz des Ohres. Die Ohrmuschel wird auch Auricula genannt.

Ohrpassstück
Teil der Hörhilfe, der im Ohr eingesetzt wird. Dieser Teil leitet Töne des Hörgerät-Ohrhakens in den Ohrkanal.

Ohrtrompete
Die Ohrtrompete wird auch Eustachio-Röhre genannt. Die Eustachio-Röhre führt von der Nasenhöhle zum Mittelohr. Zweck der Eustachischen Röhre ist es, einen normalen atmosphärischen Druck im Mittelohrraum zu wahren. Die Eustachische Röhre ist gewöhnlich geschlossen, öffnet jedoch gelegentlich kurz z. B. beim Schlucken oder Naseputzen.

Oktave
Eine Frequenzintervalleinheit, die einer Frequenzzunahme mit einem Faktor 2 entspricht, z. B. 1000 Hz bis 2000 Hz ist eine Oktave.

Otitis externa
Die Otitis externa ist eine Entzündung des äußeren Ohres. Sie muss von einem Otologen behandelt werden.

Otitis media
Otitis media ist eine Entzündung im Mittelohr.

Otologe
Ein Otologe ist ein Facharzt für Krankheiten im Ohrbereich.

Otologie
Otologie ist die Medizinsparte, die sich mit Krankheiten im Ohrbereich befasst.

Otosklerose
Otosklerose ist eine Knochenfehlbildung um das ovale Fenster herum mit der Gefahr der Fixierung/Verwurzelung des Steigbügelansatzes (Stapes). Otosklerose führt zu konduktivem Hörverlust, da das Mittelohr Geräusche nicht mehr ordnungsgemäß vom Trommelfell zum Innenohr weiterleiten kann. Otosklerose ist eine eher geläufige Krankheit, die häufiger bei Frauen als bei Männern auftritt und vererblich sein kann. Otosklerose ist operativ korrigierbar oder durch Hörhilfen zu lindern.

Otoskop
Ein Otoskop ist ein optisches Handinstrument zur visuellen Untersuchung des Ohrkanals und des Trommelfells.

Ovales Fenster
Das ovale Fenster ist eine mit einer Membran bedeckte Öffnung in der Cochlea, in der sich der Ansatz des Steigbügels befindet und welches die Übertragung von Geräuschen aus dem Mittelohr ins Innenohr ermöglicht.

offene Anpassung
Bedeutet, daß das Ohrstück (beim HdO) oder das IdO den Gehörgang nicht zustopft. Dadurch wird nicht nur das Klima im Gehörgang besser, sondern auch der Klang, weil somit der Originaklang auch ans Trommelfell gelangen kann. Das ist bei leichten Hörminderungen, Hochtonschwerhörigkeit und in lauten Situationen wichtig.

Ohrabdruck
Abdruck vom äußeren Ohr zur maßgerechten Anfertigung eines Ohrpassstückes oder des Gehäuses eines Im-Ohr-Hörgerätes.

Ohrenschmalz
Umgangssprachlicher Ausdruck für Cerumen – das Sekret der Drüsen im äußeren Gehörgang.

Ohrmuschel-Simulation
Die Ohrmuschel bewirkt ein Richtungshören (nach vorn) und eine Abschattung nach hinten. Dieser Effekt kann prinzipiell bei HdOs nicht benutzt werden, da die Mikrofone über der Muschel plaziert sind. Mit zwei Mikrofonen kann der Prozessor im HdO diese Richtwirkungen aber nachbilden. Das verbessert das Richtungsgehör.

Ohrpassstück
Anhand eines Ohrabdruckes maßgefertigter Kunststoff-Einsatz zur Verbindung eines HdO-Geräts mit dem Gehörgang; Synonym: Otoplastik.

Okklusion
dumpfer Klang der eigenen Stimme durch Gehörgangsverschluß (siehe offene Anpassung)

Otitis externa
Entzündung des äußeren Ohres, in der Regel des Gehörganges.

Otitis media
Entzündung des Mittelohres, in den meisten Fällen resultierend aus einer Fehlfunktion der Ohrtrompete.

Otoskop
Ein Gerät, bestehend aus Ohrtrichter und Lichtquelle, zur visuellen Untersuchung des Gehörganges und des Trommelfelles.

P

Pädakustiker
Hörgeräteakustiker mit Schwerpunkt Kinderversorgung mit Högeräten.

Pädaudiologe
Audiologe, der sich auf die Diagnose und Behandlung von Hörschäden bei Kindern spezialisiert hat.

Persönliches FM-System
Audiozubehör zum Hörgerät, bestehend aus einem vom Sprecher getragenen Funkmikrofon (Sender), das drahtlos Signale per Frequenzmodulation (UKW) an einen vom Zuhörer (Hörgeräteträger) getragenen Empfänger sendet; zur Verbesserung der Kommunikation in schwierigen Hörsituationen.

Programm
hier: Betriebsart – moderne Hörsysteme haben so eine große Speicherkapazität im Chip, so daß es möglich ist, verschiedene Einstellungen „nebeneinander“ bereitzustellen. Die können dann per Schalter, Taster oder auch automatisch (siehe Situationsklassifizierung) abgerufen werden. Dadurch kann eine situativ bessere Verarbeitung erreicht werden (z.B. Lärmprogramm, Musikprogramm usw.)

Programmierbares Hörgerät
Hörgerät mit analoger oder digitaler Signalverarbeitung, dessen Parameter mit einem Computer eingestellt werden.

Paukenröhrchen
Ein Röhrchen, das ins Ohr eingesetzt wird, um die Flüssigkeit aus dem Mittelohr abfließen zu lassen.

Pendred-Syndrom
Es gibt nur sehr wenige Menschen, die am Pendred-Syndrom leiden. Es kennzeichnet sich durch starken bis äußerst starken sensoneuralen Hörverlust. Es kann sich aber auch durch einen Kropf, d. h. eine Schilddrüsenvergrößerung charakterisieren. Das Pendred-Syndrom ist vererblich.

Perilymphfistel
Die Perilymphfistel ist ein Flüssigkeitsleck vom Innenohr ins Mittelohr über die Fenster des Innenohres. Die Folge sind Schwindel und manchmal Hörschäden. Die Fistel kann infolge von Kopfverletzungen, einer plötzlichen Änderung im atmosphärischen Druck oder einer Ohroperation auftreten. Sie kann jedoch auch ganz spontan auftreten.

Perzeptionsschwerhörigkeit
Auch sensoneuraler Hörverlust genannt. Sensoneuraler Hörverlust ist die Folge einer Funktionsstörung der Sinneszellen und der Nervfasern im Innenohr.

Presbyakusis
Presbyakusis wird auch altersbedingter Hörverlust genannt, da es sich um einen Hörverlust handelt, der im erhöhten Alter auftritt. Beim menschlichen Alterungsprozess werden zahlreiche der Haarzellen im Innenohr beschädigt oder abgebaut, was zu einem Hörverlust führt. Die Stärke des altersbedingten Hörverlustes ist von Person zu Person unterschiedlich, doch jeder verliert mit dem Alter in gewissem Maße sein Hörvermögen, der eine vielleicht früher und schneller als der andere.

Q

QALY
Die Tabelle des QALY (Quality Adjusted Life Year)-Bundes (qualitäts-korrigierte Lebensjahre) ist ein in der Medizin international anerkanntes und geläufiges Maß. Die Messung zeigt Änderungen in der Lebensqualität im Verhältnis zu den Behandlungskosten.

R

Reinton
Schallwelle mit nur einer Schwingungsfrequenz.

Reinton-Knochenleitungshörschwelle
Der niedrigste Geräuschpegel, bei dem der Patient einen Reinton, der mit einem am Mastoidknochen hinter dem Ohr sitzenden Vibrator erzeugt wird, gerade noch hören kann.

Reinton-Luftleitungshörschwelle
Der niedrigste Geräuschpegel, bei dem der Patient einen über Kopfhörer abgespielten Reinton gerade noch hören kann.

Rekruitment
Eine anormale Lautstärkezunahme, die bei bestimmten Arten des Hörverlustes auftritt, insbesondere bei Hörverlust mit Ursprung in der Schnecke. In einem Ohr mit Rekruitment, nimmt die Lautstärke bis zu Lautstärken über dem Grenzwert zu, verhält sich jedoch gegebenenfalls bei hohen Lautstärkepegeln normal.

Resonanz
Resonanz ist ein Umstand, unter dem relativ breite Schwingungen auftreten, wenn die Stimulierung bei einer bestimmten Frequenz stattfindet. Die Resonanzfrequenz ist die Frequenz, bei der ein System am einfachsten vibriert, wenn es in Schwingung gesetzt wurde.

Retrocochlearer Hörverlust
Der retrocochleare Hörverlust ist ein sensoneuraler Hörverlust, der durch Beschädigung der Nervgänge zwischen der Schnecke und dem Gehirn verursacht wird, z. B. durch einen Tumor.« Der retrocochleare Hörverlust kommt selten vor.

Richtungshören
Die Fähigkeit, zu erkennen, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt.

Richtungsmikrofon
Richtungsmikrofone nehmen Signale von Tönen auf, die unmittelbar vor dem Benutzer auftreten, und dämpfen Geräusche, die aus allen anderen Richtungen kommen.

Röteln
Rubella (Röteln) können in den ersten Schwangerschaftsmonaten zu Hörverlust beim Fötus führen.

Rubella
Rubella (Röteln) können in den ersten Schwangerschaftsmonaten zu Hörverlust beim Fötus führen.

Rückkoppelung
Bei Hörhilfen versteht man unter Rückkoppelung ein „Pfeifen“ oder „Heulen,“ das entsteht, wenn der verstärkte Ton des Hörgerätes vom Ohrkanal über die Belüftungsbohrungen oder Schlitzöffnungen entweicht und vom Mikrofon des gleichen Hörgerätes wieder aufgefangen wird.

Rundes Fenster
Das runde Fenster ist eine mit einer Membran bedeckte Öffnung des knöchernen Labyrinths des Mittelohres. Es befindet sich direkt unter dem ovalen Fenster. Dank des runden Fensters ist es möglich, dass die Flüssigkeit entfernt werden kann, wenn sie durch den sich nach innen und außen bewegenden Steigbügel in die Schnecke gedrückt wird.

Richtmikrofon
Ein Mikrofon, das auf den Schall von vorne empfindlicher reagiert als aus einer anderen Richtung; Gegenteil: Kugelmikrofon.

Richtungshören
Fähigkeit, die Richtung zu bestimmen, aus der ein Geräusch kommt.

Rückkopplung
Schall, der entsteht, wenn ein Verstärkungssystem nicht abgeschlossen ist; verstärkter Schall verlässt den Gehörgang, erreicht das Mikrofon und wird erneut verstärkt: Das Hörgerät pfeift.

Rückkopplungs-Unterdrückung
elektronisches System zum Unterdrücken der berüchtigten Pfeifgeräusche – ermöglicht offenere Anpassungen

S

Schallleitungsschwerhörigkeit
Es handelt sich hierbei um einen Hörverlust infolge eines Problems im äußeren oder Mittelohr, was dazu führt, dass Geräusche nicht mehr ins Innenohr geleitet werden können.

Schallwellen
Signale bestehen aus Wellen in der Luft. Jedes Signal hat eine eigene Wellenlänge, die dem Abstand zwischen den Empfängen im Klangmuster entsprechen. In der Luft haben tiefe Töne Wellenlängen, die mehrere Meter lang sind, während die Wellenlängen hoher Töne nur einige Zentimeter kurz sind. Schallwellen sind in der Tat abwechselnde, sich in der Luft bewegende Niedrig- und Hochdruckbereiche und werden bei Eingang im Ohr als Ton interpretiert.

Schmalz
Siehe Ohrenschmalz oder Cerumen.

Selektives Hören
Die Fähigkeit, sich auf bestimmte Geräuschquellen zu konzentrieren und gleichzeitig andere Quellen herauszufiltern.

Sensoneuraler Hörverlust
Eine Art des Hörverlustes im Zusammenhang mit der Cochlea und/oder den neuralen Gehörgängen, aber nicht dem konduktiven Ohrmechanismus oder dem Gehirn.

Sprachaudiometrie
Sprachaudiometrie ist eine Methode zum Messen der Fähigkeit zur Spracherkennung eines Menschen. Eine Liste mit Sprachtestmaterial wie Zahlen, Wörter, Sätze usw. werden gesprochen und dabei wird die Fähigkeit zur Spracherkennung der einzelnen Personen gemessen. Die Listen werden bei verschiedenen Geräuschpegeln vorgesprochen, um das Spracherkennungsniveau feststellen zu können, das dem Niveau entspricht, bei dem 50 % des Testmaterials erkennbar sind.

Sprachspektrum
In der Akustik ist die Sprache ein fluktuierendes Signal, bei dem sich Frequenzkomponenten von einem Augenblick zum anderen ändern. Die Sprache ist deshalb ein nicht-stationäres Signal. Verschiedene Sprechtöne weisen charakteristische Frequenzen und Zeitstrukturen auf, die sie von den anderen Tönen unterscheidbar machen. Dies lässt sich in verschiedenen Diagrammarten darstellen.

Sprachverständnisschwelle (SAT)
Der niedrigste Geräuschpegel, bei dem Sprache noch gehört wird.

Stapes
Stapes ist der innerste der drei kleinen Knochen im Mittelohr. Er hat die Form eines Steigbügels und liegt am ovalen Fenster des Innenohres. Der Stapes wird auch Steigbügel genannt.

Steigbügel
Der Steigbügel ist der innerste der drei kleinen Knochen im Mittelohr. Er hat die Form von Stapes und liegt am ovalen Fenster des Innenohres. Der Steigbügel wird auch Stapes genannt.

Stickler-Syndrom
Gehör- und Sehfähigkeit sowie Herz Knochen und Gelenkprobleme stehen oft mit dem Stickler-Syndrom in Verbindung. Das Stickler-Syndrom ist eine angeborene Erkrankung, die sich in der Kindheit zeigt und auf das Bindegewebe auswirkt.

selbstlernend
Das Hörgerät „merkt“, wenn es dauerhaft z.B. lauter benutzt wird und wird am nächsten Tag eine lautere Einstellung wählen. So nähert sich das Gerät den Vorlieben des Nutzers an.

Silber-Zink-Akku
Diese Akkus gibt es bis jetzt nur in der Größe 312. Sie haben eine etwas höhere Spannung (1,65 V) als die Hörgeräte-Batterien und können somit nicht direkt diese ersetzen. Es gibt inzwischen Hörgeräte, bei denen die Batterielade durch eine neue ersetzt werden kann, die eine entsprechende Spannungsanpassung bewerkstelligt. Attraktiv an diesem System ist, daß hilfsweise dort auch normale Hörgeräte-Batterien benutzt werden können. Die Silber-Zink-Akkus sollen 400 Ladezyklen schaffen – das ist bei täglicher Ladung ein reichliches Jahr.

Situations-Klassifizierung
Das Hörsystem erkennt, ob Ruhe, Lärm, Sprache oder Musik „anliegt“ Dadurch können jeweils optimierte Übertragungseigenschaften aktiviert werden.

SoundRecover
System zur Frequenzverschiebung von hohen Tönen durch Frequenzkompression von Phonak.

T

Taschenhörgerät
Hörgerät, dessen Komponenten sich in einem an der Brust getragenen Kästchen befinden, das durch ein Kabel mit einem im Ohr getragenen Hörer verbunden ist; heutzutage kaum noch verwendet.

Tinnitus
Tinnitus sind Geräusche im Kopf, die nichts mit psychiatrischen Umständen zu tun haben. Das Geräusch kann irgendwo im Kopf oder in einem bzw. beiden Ohren vernommen werden. Tinnitus tritt häufig im Zusammenhang mit einem Hörverlust auf.

Treacher Collins Syndrom
Das Treacher Collins Syndrom ist eine Erbkrankheit, die zu Gehörverlust und Fehlbildungen am Gesicht und am Kopf führt.

Trommelfell
Eine vibrierende Membran, die das äußere Ohr vom Mittelohr trennt. Das Trommelfell wird auch Tympanum genannt.

TTY
Ein Telefongerät, bei dem zur Verständigung Wörter in ein TTY eingegeben werden. Die Wörter werden in Telefonsignale umgewandelt und dann auf einem Empfangs-TTY-Gerät wieder in Wortform ausgegeben bzw. ausgedruckt.

T-Schalter
Ermöglicht die Verwendung einer Induktionsspule zum Empfang elektromagnetischer Signale von einem Telefon oder einem Schleifeninduktionssystem.

U

Umweltlärm
Umweltlärm wird in der Forschungsliteratur auch Gemeinschafts- oder Wohngebietslärm genannt. Umweltlärm ist Lärm, der außerhalb der eigenen vier Wände auf die Menschen einwirkt.

Unbehaglichkeitsgrenze
Die Unbehaglichkeitsgrenze (uncomfortable level – UCL), auch Schmerzgrenze genannt, ist die Grenze, bei der eine Person Töne als unangenehm laut empfindet. Zusammen mit der Hörschwelle weist die UCL auf den gesamten Hörbereich hin, nämlich den Dynamik-Bereich. UCL wird gelegentlich auch Uncomfortable Loudness Level (ULL) (unangenehmer Lautstärkepegel) oder Threshold of Discomfort (TD) (Schmerzgrenze) genannt.

Unbehaglichkeitsschwelle (LDL)
Der höchste, vom Patienten noch als akzeptabel empfundene Lautstärkenwert – gemessen in dB HL. Beim Überschreiten dieser Schwelle wird der Ton vom Patienten als schmerzhaft empfunden.

Usher-Syndrom
Das Usher-Syndrom ist eine Erkrankung des Gehörs und der Augen. Eine an dieser Krankheit leidende Person hat einen angeborenen Hörverlust, der von Fall zu Fall unterschiedlich schwer ist. Im weiteren Leben entwickelt sich ein Leiden, das als Retinitis Pigmentosa bezeichnet wird. Usher-Syndrom wird manchmal auch als Retinitis Pigmentosa bezeichnet. Das Usher-Syndrom ist eine seltene Krankheit.

V

Verschlußeffekt
siehe Okklussion

Verstärkung
Erhöhung der Schallintensität, des Ausgangssignals gegenüber der Schallintensität des Eingangssignals.

Verminderte Frequenzauflösung
Die Frequenzauflösung ist die Fähigkeit, zwischen mehreren Tönen unterschiedlicher Frequenzen gleichzeitig unterscheiden zu können. Diese Fähigkeit ist ausschlaggebend, um ein entsprechendes Sprachsignal von Hintergrundgeräuschen trennen zu können. Menschen mit sensoneuralem Hörverlust verzeichnen häufig Schwierigkeiten beim Diskriminieren derartiger Signale. Dies nennt man verringerte Frequenzauflösung.

Verstärker
Ein Gerät, das den Ton verstärk, ohne ihn zu verändern. Es wird in Hörhilfen, aber auch in anderen Geräten wie Radios und Fernsehern eingesetzt.

Verstärkung
Die dB-Zahl, mit welcher der Ausgangspegel eines Gerätes verstärkt wird und somit den Einganspegel überschreitet.

Verzerrung
Eine Verstärkung im Hörgerät, die zu Tönen oder Geräuschen führt, die im ursprünglichen Eingangston nicht vorhanden waren.

W

Wireless
Fremdwort (engl.) „drahtlos“, für Funktechnologie (s. dort)

Weißes Rauschen
Ton, bei dem die Amplitude des Signals über einen breiten Frequenzbereich im Wesentlichen gleich ist. Töne wie ein brausendes Geräusch.

Wellen
Über Wellen werden Töne in der Luft weitergeleitet. Die Luft wird durch die die Schallwellen erzeugenden Gegenstände verdichtet und verdünnt.

XYZ

CAPD – Central Auditory Processing Disorders
CAPD ist ein Hörschaden, der sich nicht als Hörverlust manifestiert. Bei Personen mit CAPD hat das Gehirn stattdessen Schwierigkeiten, Geräusche auf normale Weise zu interpretieren und Sprache zu verarbeiten. Das Problem ist auch bekannt unter dem Namen APD = Auditory Processing Disorder (auditive Verarbeitungsprobleme).

Bild: blickpixel / Pixabay



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