Das geht auch Sie an: Depression durch schlechtes Hören

by Peter Wilhelm | 8. Januar 2019 16:25

Hörverlust begünstigt Depressionen

Wir Menschen sind ganz wesentlich auf optische und akustische Eindrücke angewiesen. Als einziges Lebewesen hat der Mensch eine komplexe Sprache entwickelt.
Hört man nicht mehr gut, kann man auch am Sozialleben nicht mehr vernünftig teilnehmen. Insbesondere ältere Menschen ziehen sich dann immer mehr aus dem gesellschaftlichen Leben zurück.

Eine ganz neue Studie zeigt jetzt, dass Allgemeinmediziner und Psychologen schon immer auf der richtigen Fährte waren. Schon lange wurde vermutet, dass Depressionen auch vom schlechten Hören und Verstehen herrühren können.
Die Studie wurde von der Columbia University / USA durchgeführt und zeigt nun einen deutlichen Zusammenhang:

Wer mit zunehmendem Alter schlechter hört, hat eher depressive Symptome. Mediziner rund um Justin S. Golub haben für die Studie die Daten von mehr als 5.000 Menschen ab 50 Jahren aus vier verschiedenen Städten in den USA ausgewertet. Jeder Teilnehmer machte einen Hörtest und wurde auf depressive Symptome getestet.

Es liegt auf der Hand, dass Depressionen die Folge sein können, wenn Menschen nicht mehr an Gesprächen teilhaben. Deshalb ist es wichtig, dass eine Schwerhörigkeit[1] so früh wie möglich erkannt und behandelt wird. Schwerhörig zu sein ist keine Schande und niemand muss sich deswegen schämen[2]. Die Schwerhörigkeit (auch Presbyakusis[3] genannt) ist sogar eine der häufigsten Beschwerden bei älteren Menschen. Sie ist überdies auch ein hoher Risikofaktor etwas für Erkrankungen wie Migräne und sogar Demenz.

Das Ergebnis der Studie zeigt es deutlich:

Studienteilnehmer mit leichtem Hörverlust – das waren 749 Personen – hatten fast doppelt so häufig depressive Symptome wie jene, die noch gut hörten. Bei den 49 Teilnehmern mit starkem Hörverlust war die Wahrscheinlichkeit depressiver Symptome sogar mehr als viermal so hoch wie bei gut hörenden Probanden. Statistisch erhöhte sich das Risiko für Depressionen pro 20 Dezibel Hörverlust um das eineinhalbfache.

Dabei ist das Risiko leicht zu minimieren.

Jeder Hörakustiker[4] und jeder Ohrenarzt bietet Hörtests an. Schnell und schmerzlos kann sich jedermann dort testen lassen.

Fürs Erste können Sie auch unseren Online-Hörtest machen, oder nehmen Sie mit einem Hörberater Kontakt auf:

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Quelle: https://science.orf.at[7]



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Endnotes:
  1. Schwerhörigkeit: https://hoergeraete-info.net/schwerhoerigkeit/
  2. schämen: https://hoergeraete-info.net/ich-schaeme-mich-wegen-meines-hoergeraetes/
  3. Presbyakusis: https://hoergeraete-info.net/presbyakusis/
  4. Hörakustiker: https://hoergeraete-info.net/was-macht-der-hoerakustiker-hoergeraeteakustiker/
  5. Jetzt Online-Hörtest machen: https://hearing-screener.beyondhearing.org/m2kdyf
  6. kostenlose Hörberatung: https://hoergeraete-info.net/hoerberatung-hoergeraete-beratung/
  7. https://science.orf.at: https://science.orf.at/stories/2956752/

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Source URL: https://hoergeraete-info.net/das-geht-auch-sie-an-depression-durch-schlechtes-hoeren/