• 7 Schritte zum guten Hörgerät

    7 Schritte zum guten Hörgerät. Hörgeräte sind keine klobigen Monster mehr. Moderne Hörgeräte sind klein, unauffällig und leicht. Die digitale Technik, die selbst in Kassenhörgeräten enthalten sein muss, ermöglicht es, dass Sie in nahezu jeder Situation optimal hören können.
    Doch es hat seinen Preis, um an ein gut funktionierendes Hörgerät zu kommen, das Ihren individuellen Bedürfnissen gerecht wird.

    Und dieser Preis ist nicht in Euro zu messen. Das glauben zwar viele, aber das stimmt nicht. Selbst das teuerste Hörgerät nutzt Ihnen nichts, wenn die folgenden 7 Schritte zum guten Hörgerät nicht eingehalten werden.

    Die 7 Schritte zum guten Hörgerät

    Die gute Anpassung bestimmt den Erfolg

    Ein Hörgerät wird erst dann zu einer wirklichen Hörhilfe, wenn es von einem Hörgeräteakustiker fachmännisch angepasst wurde. Diese Anpassungen werden auf der Basis des Fachwissens des Akustikers individuell und vom Computer unterstützt vorgenommen.

    7 Schritte zum guten Hörgerät

    Schritt 1

    Sie gehen zu einem HNO-Arzt und schildern Ihre Hörprobleme. Er wird Ihre Ohren untersuchen und einen Hörtest mit Ihnen durchführen.
    Das ist die medizinische Begutachtung des Hörvermögens und es folgt i.d.R. eine Verordnung für Hörgeräte durch den HNO-Arzt.

    Schritt 2

    Der nächste Weg führt Sie zu einem Hörakustiker Ihrer Wahl. Dort erfolgt die Aufnahme einer umfangreichen Ton und Sprachaudiometrie durch den Hörgeräteakustiker mit einer präzisen Analyse des Resthörvermögens.

    Schritt 3

    Der Hörakustiker klärt in einem Beratungsgespräch mit Ihnen die Hörgewohnheiten und die Hörbedürfnisse ab. Dann trifft der Akustiker die Vorauswahl geeigneter Hörgeräte und berät Sie über die Form und Aussichten einer Hörgeräteversorgung.

    Schritt 4

    Danach nimmt der Akustiker einen Ohrabdruck zur Anfertigung einer Otoplastik für das neue Hörgerät. Die individuell gefertigte Otoplastik muss im Gehörgang gut sitzen ohne zu drücken. Das ist eine anspruchsvolle Aufgabe, denn ungenaue Passstücke machen Beschwerden und beeinträchtigen die Funktion der Hörgeräte.

    Schritt 5

    Mit der fertiggestellten Otoplastik kommt es zur Anpassung der Hörgeräte. Die Anpassung erfolgt in vergleichender Form verschiedener Hörgerätetechniken und im engen Dialog mit Ihnen. Dabei lernen Sie verschiedene Hörgeräte kennen. Nach einer ersten Voreinstellung der Geräte anhand Ihrer audiometrischen Daten wird eine optimale Einstellung erarbeitet. Bei dieser Feinanpassung werden die einzelnen Variablen so lange nachjustiert, bis sie Ihren Hörbedürfnissen und Ihrem persönlichen Hörgeschmack entsprechen.

    Schritt 6

    Nach Abschluss der Hörgeräteanpassung füllt der Hörakustiker die vom HNO-Arzt ausgestellte ärztliche Verordnung aus. Mit der Verordnung gehen Sie wieder zu Ihrem HNO-Arzt, der sich nun davon überzeugt, dass durch die Hörhilfe tatsächlich auch eine Hörverbesserung eingetreten ist. Danach wird die ärztliche Verordnung zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse vorgelegt.

    Schritt 7

    Es folgt die Nachsorge: Jede Hörgeräteanpassung zieht eine mehr oder weniger lange Angewöhnungszeit nach sich. In dieser Zeit werden Sie durch den Hörgeräteakustiker aktiv begleitet – durch Beratung und Nachanpassungen. Schließlich steht er Ihnen als Kunden auch für die Wartung der Geräte, neuen Batterien und speziellem Zubehör als Dienstleister zur Verfügung.

    Nach der Anpassung

    Nach der Versorgung mit Hörgeräten sollten Sie Ihren HNO-Arzt im 1. Jahr alle 6 Monate und danach mindestens einmal jährlich aufsuchen. Den Hörgeräteakustiker sollten Sie alle 3-4 Monate zur Reinigung und Pflege sowie zur Nachkontrolle der Geräte aufsuchen. Auf jeden Fall gilt: Bei Schwierigkeiten mit Ihren Hörsystemen können Sie Ihren Hörgeräteakustiker jederzeit aufsuchen und um Rat fragen. Haben Sie allerdings Schwierigkeiten mit dem Ohr, wie Ohrenschmerzen, Schwindel oder Ohrgeräuschen ( Tinnitus ), sollten Sie sofort Ihren HNO-Arzt aufsuchen.



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    7 Schritte zum guten Hörgerät
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    Die Gehörrehabilitation ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Hörgeräteakustiker bereiten sich darauf im Rahmen einer mehrjährigen berufsbegleitenden Ausbildung vor. Diese beinhaltet mannigfaltige Aspekte der gehörspezifischen Anatomie und Pathologie, der Physik mit Schwerpunkt Akustik, der Technik, Elektrotechnik und Elektronik, der Informatik, der Psychologie und schließlich auch des Versicherungswesens, der Administration und der Betriebsführung. Auch die Weiterbildung der Akustiker nimmt einen hohen Stellenwert ein. Denn die Nutzung vielfältiger Möglichkeiten der modernen Hörgerätetechnologien stellt an die Fachkompetenz der Akustiker ständig höhere Anforderungen.

    7 Schritte zum guten Hörgerät

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